Reading: Dresden Files

Ich wurde schon vor einiger Zeit auf die Dresden Files aufmerksam. Das ist eine Urban Fantasy Serie von Jim Butcher und als solche eigentlich schon ziemlich bekannt. Ich komme relativ spät zu der Party, aber habe in den letzten Monaten mal kurz die letzten 15 Romane aufgeholt. Das übrigens als e-Book und diese Darreichungsform ist durchaus angenehm.

Worum gehts?

Harry Blackstone Copperfield Dresden ist ein Wizard, also ein Zauberer. Er steht damit sogar in Chicagos gelben Seiten und arbeitet als Consultant für die Abteilung der lokalen Polizei, die mit den etwas eigenartigen Straftaten zu tun hat. Er ist ein echter Zauberer und verfügt neben passendem Stab und ähnlichen Utensilien auch über einen Geist in einem Totenschädel, der nahezu alles weiß. Dazu gesellen sich im Laufe der Bücher echte Paladine, Schwarzmagier, Faeries, tibetanische Tempelhunde, Sexvampire und vieles andere übernatürliche Gewürm. Dabei wird die Geschichte an sich immer epischer, aber gleichzeitig auch persönlicher. Die Welt steht auch dem Spiel und Underdog Harry Dresden ist anscheinend derjenige, der sie retten muss.

Dresden an sich ist genrebewusst und geht in den Büchern durch jegliche Art von Hölle und überlebt nur durch seine Renitenz und Sturheit, sowie durch eiserne Prinzipien. Dazu kann er auch gegenüber Autoritätsfiguren nicht seinen Mund halten und hat ein Talent dafür, dass alles um ihn herum schief geht.

Warum ist es gut?

Also, ich schreibe ja keine Reviews über Schrott, ausser er ist wirklich katastrophaler Schrott. Was die Dresden Files auszeichnet ist, dass es zwar Urban Fantasy ist, aber eigentlich primär eine Geschichte über Menschlichkeit und den Wert dieser. Es scheint am Ende immer das menschliche, imperfekte, improvisierte Element zu sein, das zum einen am Ende den Sieg bringt, aber zum anderen auch klar macht, wer die Monster sind. Und die Monster sind nicht immer übernatürlichen Ursprungs. Die Dresden Files bieten also neben Humor, Spannung und Action auch einen Blick in die menschliche Seele und das, was uns eigentlich wichtig sein sollte. Harry ist ein Held, weil er Ungerechtigkeiten nicht erträgt, nicht weil er „heldenhaft“ handelt.

Also, geht hin und lest die Dresden Files. Als e-Book auch echt erschwinglich.

Warum Wie besser ist als Was…

In letzter Zeit saßen etliche junge Menschen vor mir, die Hilfe brauchten um Sachen zu verstehen wie Strom, die deutschen Literaturepochen oder aber die Problemlage bei Teenschwangerschaften. Im Laufe dieser Momente gab es eine Gemeinsamkeit. Die jungen Leute hatten allesamt ihre Texte gelesen und ihre Zettel und Formeln gelernt. Gerade beim Strom wurde ich mehrfach darauf hingewiesen, dass ich die für den Widerstand nicht auswendig kannte oder rumgedreht habe. Sie hatten alle eine sehr gute Idee vom Was. Und das verwundert mich gar nicht. Immerhin sorgt die Struktur des Schulsystems dafür, dass Schüler viel Zeug schnell auswendig lernen können. Der Druck ist auch entsprechend.

Doch es gibt neben Wissen auch noch eine zweite Anforderung im Schulsystem. Diese wird schon früh angegeben und heißt Transfer. Transfer ist die Aufgabenform bei der man Wissen anwendet. Heir geht es um Prinzipien und Theorieanwendung. Es geht also um das Wie. Meine eigene Erfahrung ist, dass die jungen Leute in der Schule von Transfer sehr überrascht und teilweise überfordert sind. Eine Idee, die dabei schnell bei der Hand ist, ist diejenige von dümmer werdenden Schülern. Diese Erklärung ist aber irgendwie unbefriedigend. Denn unsere Schüler heute haben keine anderen Gehirne als die Menschen eine Generation vor ihnen. Also stellt sich die Frage, warum man mir die Widerstandsformel vortragen kann, aber nicht weiß was Strom eigentlich ist? Kann es sein, dass dieser Teil nicht erzählt oder besser hinter verschwurbelten Formeln versteckt wurde? Kann es sein, dass es sinnvoller wäre klar zu machen, dass Literaturepochen ein Teil der Kulturgeschichte sind, anstatt die Schüler mit einem Zettel und der Idee, dass die ja auch Geschichtsunterricht haben hängen zu lassen? Kann es sein, dass man zwar ein Referat über soziale Probleme verlangt aber nie klar macht, was eigentlich dieses Soziale und sowas wie Gesellschaft ist? Oder wie man eigentlich so ein Problem strukturiert? Wie man so ein Referat hält und wie so ein Handout am besten aussieht?

Nun, das steht alles in den Lehrplänen und das soll auch alles behandelt werden. Es scheint nur so zu sein, dass jeder denkt, dass es der andere tut. Nur leider wissen die Leute, die später mal Verantwortung für diese Gesellschaft haben wenig über das Was wissen, weil sie es wieder vergessen, aber auch nichts über Wie wissen, weil das irgendwie unter die Räder kommt und dieser Tatbestand eher mit Klischees erklärt wird als, dass er als Problem gesehen wird.

London Calling

Es war mal wieder soweit. Ich begab mich mit einer Kollegin und etlichen Schülern nach London auf Exkursion und hatte natürlich auch die Kamera dabei. Wir haben alle üblichen Touristenspots abgehakt.

Die da wären:

White Tower II

Der Tower of London

View from the top of HMS Belfast

Die HMS Belfast

Dazu weiß ich nun, wo es in London geilen Kebab gibt, habe einige Tage in einem jüdischen Viertel gelebt und es geschafft meinem Rückensport auch in London nachzugehen.

Facebook Chat ohne Messenger

Facebook schickte mir die Tage so eine freundlich-bestimmte Email, die mir erklärte, dass ich jetzt auf meinem Mobilgerät doch nicht mehr Nachrichten über die Facebook-App schreiben kann, weil es ja dafür den Messenger gäbe, über den sie (Facebook) festgestellt haben, die Leute viel schneller antworten. Dass es Menschen (mich) gibt, die den Messenger für noch eine schlimmere Nervensäge und Schnorchelmaschine halte, als Facebook selbst. Dazu möchte ich nicht noch mehr Balkanisierung auf meinem Handy, als ich schon habe. Die tausendste Single-Purpose App ist wirklich zuviel. Dazu geht einem da Teil noch mehr aufn Sack und ich hab schon mehrere Messenger, davon einen, der jetzt Facebook gehört. Also das muss nicht sein, weswegen es jetzt hier mal eine kleine Anleitung gibt, wie man sich dieses Programm erspart.

Was nicht wirklich bekannt, aber bei Facebook auch tatsächlich dokumentiert ist, ist die Tatsache, dass der Facebook-Chat auf Jabber beruht, dem dezentralisierten Messengerprotokoll. Jabber ist das ICQ des 21. Jahrhunderts in dezentralisiert. Um Facebook nun über Jabber und damit ohne Webpage und den bekloppten Messenger zu nutzen nehme man einen Jabberclient und konfiguriere ihn wie folgt:

  • Benutzername: euer Facebook Benutzername, das ist der String, der hinter der URL steht, wenn ihr eure eigene Facebookstartseite aufruft. Vorname.Nachname.XXXX@chat.facebook.com
  • Euer Passwort
  • Als Server: chat.facebook.com

Und schon ist die Nummer geritzt. Wenn ihr Facebook so eingestellt habt, dass ihr über Anmeldungen informiert werdet, spammen die euch auch fein mit Emails voll, wenn ihr euch mit dem Client anmeldet.

Es macht übrigens andere Nutzer komplett kirre, wenn ihr ihnen erklärt, dass ihr zwar in Facebook reinchattet, aber die Seite nicht offen habt.

Wie man Schul-IT nicht machen sollte…

Auf dem Weg ins 21. Jahrhundert sollen Schulen sich gerieren wie Unternehmen und dazu gehört anscheinend auch eine digitale Kommunikation. Und weil Schulen dann doch altbacken sind, denken sich Unternehmen, dass man den unwissenden Lehrern und Schulleitern jeden Scheiß verkaufen kann. Dazu kam mir jetzt gerade ein „Infoportal“ für Schulen unter. ((Ich verlinke das mal aus rechtlichen, wie mangelnden Empfehlungsgründen nicht.))

Dieses wird bald an meiner Schule vorgestellt und ist ein Beispiel dafür, was man Schulen für Scheiße verkaufen kann, wenn weder Expertise noch Geschmack vorhanden sind, um diesem Einhalt zu gebieten.

Die Software, die mir hier unterkam, wird als einfach zu benutzen angepriesen, weil sie sich von jedem Webbrowser aufrufen lässt. Das bedeutet, dass sie eigentlich eine PHP generierte Website ((Wie dieses Blog übrigens auch.)) ist, die einfach irgendwo auf einem Server liegt. Das wäre jetzt kein Drama, würde sie nicht solch illustre Funktionen enthalten wie:

  • Erfassung von Noten aus Leistungsnachweisen
  • Einbindung gängiger Stundenplansoftware und der bayrischen Schülerdatenbank
  • Zeugnisdruck
  • interne Korrespondenz

Dies alles auf einem „Hochsicherheitsserver“ bei einem gängigen deutschen Webhoster mit einem SSL Zertifikat dran. Will heißen, dass sensible Daten auf einem Webspace irgendwo in einer MySQL Datenbank gestützt von hässlichem PHP gehalten werden. Wir reden hier von Informationen, die wir als Schule eigentlich nicht Dritten zugänglich machen dürfen. Das ist nicht nur stinkend dumm, sondern geradezu fahrlässig und Schulen, die diese Software als Qualitätszeichen sehen, zeigen nicht nur Unwissen sondern auch echte Leidenfähigkeit, was ihre Werkzeuge zum professionellen Umgang mit Informationen angeht.

Neben der Tatsache, dass das der datenschutztechnische Supergau ist, zwingt so eine Software uns auch ständig eine hässliche Website zu besuchen um Informationen zu bekommen, die man uns auch per Email zugänglich machen kann. Der Lehrer wird dazu verpflichtet sich immer zu informieren und bekommt wichtige Informationen einfach nicht mehr. Er kann ja nachsehen. Immer, ständig und meist sinnlos. Wenn hier der Server ausfällt, bricht übrigens auch die komplette Informationsinfrastruktur der Schule zusammen. Auf Implementation von RSS oder ähnlichem braucht man nicht zu hoffen. Das wäre ja zu modern und nicht hässlich genug.

Also fassen wir zusammen: Schulen sollen innovativ sein und modern kommunizieren und was speziell für sie angeboten wird, ist hässliche windowsartige Websoftware mit fragwürdiger Sicherheit und technologischer Basis.

UND DAS SCHLIMMSTE: Am Ende werde ich wieder als Meckerfrieder hingestellt und die Scheiße gekauft anstatt etwas zu benutzen, dass kein Geld kostet und nicht sperrangelweit offen ist. Oder noch besser: Den Quatsch einfach zu lassen.

Kurzurlaub in Wien

Ja, es ist schon mehr als eine Woche her, aber jetzt mal der Eintrag zu meinem Kurzurlaub in Wien. Ich benutzte die Bahn, die mich nahezu reibungslos und komfortabel nach Wien brachte. Da die erste Klasse nur 10€ teuerer war als die zweite fuhr ich luxuriös in der Luxusklasse. Angekommen in Wien checkte ich ins Motel One am Westbahnhof ein und muss sagen, dass ich für den Preis sehr zufrieden war. Schlicht, aber sauber und wohnlich trifft es hier. Das Frühstück hat mich zufrieden gestellt und das sagt schon viel.

Der erste Tag brachte dann nur noch einen Rundgang durch die Stadt. Es war leicht diesig, weswegen ich euch die entsprechenden Fotos erspare. Allerdings war ich auch in der Schatzkammer der Habsburger. Hier gab es einmal den kompletten Schatz zu sehen, darunter die Krone des Kaisers des heiligen römischen Reiches deutscher Nationen.

IMGP1328

Am nächsten Tag ging es nach Schloss Schönbrunn.

IMGP1358

 

Und dessen Schlosspark. Das Wetter war eher so mau, aber das tut dem Pompösen da keinen Abbruch.

IMGP1368

Dann war ich im Tierpark Schönbrunn und schaute mir unter anderem die Wölfe an.

Unbenannt

Abends war ich dann noch im Metalab und am nächsten Tag wurde ich mit schönem Wetter für die Hofburg beehrt.

Unbenannt

 

Dann ging es wieder zurück. Wien war nett uns sehr erholsam. Mehr Fotos in meinem Flickr Fotostream.

Update Fotografie

So, ich habe ja dann mal an meinem Setup geschraubt, etwas geübt und mir grundlegendes Wissen angelesen und gehört. ((Hier seien die Podcasts Happyshooting und Wrint:Fotografie empfohlen.)) Und dann ergab es sich, dass ich mal zur Burgruine Rotenhan kam, weil meine liebe Freundin Isa einen Ort für ein Shooting brauchte. Also habe ich auch die Kamera eingepackt und hier gibt es ein paar der gelungenen Bilder.

Unbenannt

Das ist ein Burgrest. Die Burg ist eine Felsenburg und deswegen gibt diese Teile noch, obwohl sie im 14. Jahrhundert zerstört wurde.
Unbenannt
Ich nutze dann gleich mal die Gelegenheit, wieder etwas Markofotografie auszuprobieren und hier gefällt mir, dass die Schärfe in der Mitte des Bildes ist und nicht rein vorne oder hinten.
Unbenannt

 

Der Baumstamm gefällt mir, wegen des Lichtes.

Mehr Bilder gibt es im entsprechenden Album auf flickr.

Update Kurzreisen

So, aus dem Nichts kommt etwas zum Thema „ein paar Tage unterwegs sein“. Die lange Phase zwischen Weihnachtsferien und Faschingsferien ((Bayern richtet seine Schulferien an christlichen Feiertagen aus. Diesmal haben wir da acht Wochen Schule, dafür für die wichtigen Sachen, wie Fachabitur kaum Zeit.)) macht so ziemlich alle Leute fertig, darunter auch mich. Deswegen habe ich mich nach kurzem Überlegen und Befragen dazu entschieden in den Faschingsferien ein paar Tage nach Wien zu fahren. Dabei sein wird die Kamera, damit ich mal ein bisschen Zeit in Fotografie investieren kann. Mal schauen, wie’s wird.

Die Geschichte mit dem Strandbuggy

Ich fand diese Geschichte in Double Share aus den Trader Tales von Nathan Lowell. Der Kontext ist, dass der Protagonist der Geschichte von seinen Untergebenen gefragt wird, ob sie in einer anderen Abteilung helfen sollten und dabei kommt die Frage auf, ob es fair ist, wenn man sich extra Arbeit macht und andere davon dann einen Vorteil haben. Das Gedankenexperiment, das dann gegeben wird ist einfach sehr einleuchtend.

Gegeben ist, dass jemand ein Wagen mieten muss, um zu seinem Hotel am Strand zu kommen. Diese Person bezahlt den Wagen und zwar vollständig, weil sie ihn ja benutzen will. Was ist nun, wenn eine zweite, ihr bekannte Person auch zum Strand möchte? Die zweite Person mag vielleicht anbieten sich an den Spritkosten zu beteiligen oder ähnliches. Man wird sich sicher einig, denn man will ja zum Strand. Ist das fair? Sicher. Ist es auch fair, wenn die andere Person nichts dazuzahlt? Müssen tut sie nämlich nicht. Es sieht zwar so aus, als wäre es besonders großzügig, wenn man die andere Person mitnimmt, aber man hat den Strandbuggy eh schon bezahlt und die Fahrt mit mehr Leuten ist nicht nur umweltfreundlicher sondern hat im Zweifel sogar einen Mehrwert für sich. Wenn jemand die Spritkosten mitträgt, ist das schön, aber man fährt eh in die selbe Richtung.

Kameraupdate

Also, ich hatte ja meine Projekte für 2014 angekündigt und es gibt auch schon die ersten Neuerungen im Bereich Fotografie.

Kamera

Also, ich habe mir eine Pentax K-30 angeschafft, in der Modefarbe schwarz. Die Kamera ist so ausm Einsteigerbereich und wettergeschützt. Bisher hat sie mir gute Dienste geleistet und scheint auch sehr schöne Fotos zu machen.

Objektive

Bei der Kamera war ein wasserfestes Pentax 18-50mm Objektiv dabei und ich habe mir jetzt ein preiswertes Tamrom Reisezoom 18-200mm geschoppt, dass auf großer Vergrößerung makrofähig ist und für seinen Preis anständige Fotos produziert.

Stativ

Nachdem ich bei etlichen Fotos schon bemerkt habe, dass ich gerne eine längere Belichtungszeit hätte, um mit niedriger ISOzahl im Dunkeln zu fotografieren. Da lief ich in den örtlichen Fotoladen und die hatten gerade eines für sehr preiswert rumstehen. Das ist nun mir und wird wahrscheinlich reichen.

Erfahrungen

Die meisten Fotos, an denen ich mit Kamera herumspiele finden sich auf meinem Deviantartaccount. Ich habe die Wirkung der einzelnen Belichtungskomponenten (ISO, Blende und Belichtungszeit) mittlerweile halbwegs kapiert und denke, dass ich weiß, wie ich etwas erreiche, das ich will. Als nächstes geht es also darum mal in die Natur rauszugehen und eine längere Serie Bilder zu machen.