Kategoriearchiv: Chaos

Männer, schaut mehr Shopping Queen!

Nachdem ich in letzter Zeit schon bei Andrea lesen durfte, dass ihr Freund in leicht kranken Zustand dann Shopping Queen geschaut hat, möchte ich dann mal die Herrenschaft dazu aufrufen sich diese Sendung doch manchmal zu Gemüte zu führen. Gründe dafür gibt es viele.

Es wird einem manchmal aus der Seele gesprochen.

Die Sendung wird ja vom Modedesigner Guido Maria Kretschmer kommentiert und dieser hat durchaus Talent gerade dem Mann aus der Seele zu sprechen, wenn die Kandidatinnen sich unflätig verhalten, ihre Begleitungen misshandeln oder aber auch modische Verbrechen begehen. Da die Leute aber eigentlich nie bloßgestellt werden, kann man durchaus mit ihm verzweifeln oder sich wundern.

Man kann was über Frauen lernen.

Und zwar mehrfach: zum einen über die Hürden, über die Frauen so teilweise springen müssen oder glauben springen zu müssen um gut auszusehen, zum anderen wie vielfältig und schön die Weiblichkeit sein kann. Da bei dieser Sendung eigentlich nur normale Frauen antreten gibt es alle Größen, Körperformen, Hautfarben und wasweißich und man lernt diese Vielfalt echt schätzen und erkennen. Es ist eigenartig, aber es ist eine Sendung, die sich um Mode dreht und die Vielfalt der Frau feiert anstatt Uniformität zu predigen. Gerade auch der kommentierende Designer ist zwar klar und tough bei seinen Beschreibungen aber äußert sich nie abfällig über seine Kandidatinnen. Und die Tatsache, dass Rentnerinnen und mollige Hausfrauen hier teilweise gewinnen ist ein zusätzlicher Bonus.

Man kann was über Mode lernen.

Wenn wir mal ehrlich sind, wir Männer haben oft zu wenig fachliche Kompetenz, wenn es um Mode und Modediskurse geht. Immerhin hat das ja ein negatives Prestige im Sinne von Homosexualität oder Weichlichkeit. Dabei wäre es mal gut, wenn man so grundlegend Ahnung davon hat, wer was warum anziehen oder eben besser nicht anziehen sollte. Denn da gibt es relativ einfache Regeln die mehr mit Farbverläufen, Kontrasten und Designgestaltung zu tun haben als mit Geschmack. Es geht auch oft darum, was nicht miteinander geht, und was miteinander geht. Jenseits dessen lernt man auch das eine oder andere über verschiedene Geschmäcker und was für einen selbst dann halt geht und was eben auch irgendwie nicht geht.

Dazu kann Mann auch so einiges für den eigenen Kleidungsstil mitnehmen und etwas Bewusstsein dafür entwickeln, was man besser nicht anzieht und was man stattdessen mal probieren kann. Denn Wohlfühlklamotten sind eines, irgendwo auftreten, etwas anderes und seinen Stil zu definieren und festigen kann ja auch nicht schaden. Immerhin hat man dann mal ein positives (von sich ausgehendes) Merkmal.

Also gehet hin und schaut manchmal Shopping Queen. Zur Not heimlich im Internet…

Who are you?

‚Who are YOU?‘ said the Caterpillar.
This was not an encouraging opening for a conversation. Alice replied, rather shyly, ‚I—I hardly know, sir, just at present—at least I know who I WAS when I got up this morning, but I think I must have been changed several times since then.‘
‚What do you mean by that?‘ said the Caterpillar sternly. ‚Explain yourself!‘
‚I can’t explain MYSELF, I’m afraid, sir‘ said Alice, ‚because I’m not myself, you see.‘
‚I don’t see,‘ said the Caterpillar.
‚I’m afraid I can’t put it more clearly,‘ Alice replied very politely, ‚for I can’t understand it myself to begin with; and being so many different sizes in a day is very confusing.‘
‚It isn’t,‘ said the Caterpillar.
‚Well, perhaps you haven’t found it so yet,‘ said Alice; ‚but when you have to turn into a chrysalis—you will some day, you know—and then after that into a butterfly, I should think you’ll feel it a little queer, won’t you?‘
‚Not a bit,‘ said the Caterpillar.
‚Well, perhaps your feelings may be different,‘ said Alice; ‚all I know is, it would feel very queer to ME.‘
‚You!‘ said the Caterpillar contemptuously. ‚Who are YOU?‘

Alice’s Adventures in Wonderland by Lewis Carroll

Ich habe das ja schon öfter erlebt. Menschen, die so furchtbar unauthentisch sind, dass man sich fragt, wie sie die kognitive Dissonanz aushalten. Erst kürzlich fiel mir wieder eine Schülerin auf, die schon den anderen Schülern dadurch aufgefallen ist, dass sie besonders oft und übermäßig in tiefem amerikanischen Akzent Englisch im Alltag spricht. Natürlich war sie schon in den „States“ und das ist alles total toll. ((Äh, nein. Die USA sind beim besten Willen nicht der beste Ort zum Leben. Selbst wenn man ein Auskommen hat, ist das Land unangenehmer als die meisten vergleichbaren Länder der westlichen Welt.)) Das hat die junge Dame gratis, die spannende Frage für mich ist: warum trägt sie das so vor sich her? Welche romantische Idee verbindet sie damit, oder welches Trauma hat sie hier? Was bringt einen dazu möglichst fix die eigene Sozialisation wegzuwerfen, und sich eine fremde anzueignen.

Eine Erklärung könnte sein, dass man etwas sein möchte. Das Phänomen, dass das Individuum übersteigert wurde ist ja immer noch in der Gesellschaft verhaftet. Das egozentrische Ich, das als komplett eigenständig und einzigartig verstanden wird, ist für viele die einzige Rettung die persönliche Relevanz für die Welt anzuerkennen. Es geht also darum, dass man sich sagt, dass man jemand ist, damit man jemand ist. Anstatt jemand zu sein, erzählt man sich, dass man jemand ist. Die Menschen, die jemand sind, haben nämlich genug damit zu tun, dieser zu sein. Das Phänomen anderen sagen zu müssen, wer und wie man ist, zeigt dann auch auf, woran es für viele Menschen krankt: eine positive Eigendefinition. Weniger quatschen und mehr soziale Bestärkung in dem was man ist.

Kann vor der Postmoderne der Vorwurf erhoben werden, dass die Gesellschaft in den Einzelnen hineinregiert und ihm vorschreibt wie seine Identität zu strukturieren sei ((Ist ja teilweise immer noch so. Lehrer sollen auf eine bestimmte Art sein, sexuelle Orientierungen sind eine riesige Debatte, politische Orientierungen waren es immer und die Frage wo sozial bedingte psychische Störungen anfangen rundet das dann ab.)) müssen wir nach der Postmoderne den Vorwurf erheben, dass das Konstrukt des Individuums zu weitaus mehr Problemen führt. Die Individuen müssen sich nun immer sagen, dass sie welche sind. Das geht dann soweit, dass ganze Fernsehsendungen und Medienformate um diese Konstruktion der Person aufgebaut sind. Dort wird dann die Darstellung im Privaten übernommen und in ihrer entlarvenden Wirkung deutlich.

Es wird oft über den Verlust des Individuums geweint, wenn über neue Medien gesprochen wird. Die Frage muss eher sein, ob die neuen Medien nicht nur dabei helfen das Individuum als die Fata Morgana zu zeigen, die sie ist.

Wie man Beziehungen zur Hölle macht…

So nachdem ich etwas über die Streitkultur geschrieben habe, kann ich auch noch was zu den Strukturen beitragen mit denen man eine Zweierbeziehung zur Hölle macht. Dies sind kommunikative Spielarten an denen man erkennt, dass es dem anderen primär um Machtausübung geht.

Sehr oft wird hier die Objektebene und die Beziehungsebene verwechselt. Auf der Objektebene kann man nur Aussagen über ein Objekt machen, in der Beziehungsebene unterhält man sich darüber, wie man sich selbst und andere zu diesem Objekt verhalten. Beides gleichzeitig kann man nicht ausdrücken und in Beziehungen geht es viel zu oft darum, was Sachen bedeuten, als darum was tatsächlich das Problem ist.

Ein Klassiker ist das Ausnutzen der Beziehungsebene um etwas auf der Objektebene zu erreichen. Das funktioniert dann mit Sätzen wie: „Hast du Lust Kaffee zu kochen?“ oder in der deutlichen Variante „Hast du Lust für mich Kaffee zu kochen?“ Das kann man dann aber noch weiter treiben, in dem man die etwas konstruktivistische Antwort, dass man eigentlich keinen Kaffe machen will, es aber für den anderen tut, mit der Bedingung kontert, dass der andere es auch gerne tut.

Das nächste ist die Illusion der Alternativen, die wirklich vorzüglich eingesetzt werden kann. Hier wird dem Partner eine Wahl auf der Objektebene gestellt, die dann auf der Beziehungsebene für Vorwürfe genutzt wird. Dabei ist es übrigens scheißegal, wie die Wahl aussieht. Sprich, man bringt dem Partner zum Beispiel zwei CDs mit und fragt ihn unabhängig davon, welche er nimmt mit traurigen Augen: „Hat dir die andere nicht gefallen?“

Auch toll und allein von der Kommunikationsstruktur total klasse sind paradoxe Aufforderungen, bei denen man etwas vom anderen verlangt, was er nach dem Verlangen nicht mehr erfüllen kann. „Ich finde es mal toll, wenn du sagen würdest, was wir am Wochenende machen!“ zum Beispiel führt dazu, dass wenn man dann etwas vorschlägt, einem vorgeworfen wird, dass man es nur tut, weil es gesagt wurde. Daraus kann man dem anderen dann vielseitige andere Vorwürfe machen. Ein wahrer Strauss der Freude kommt aus dieser Struktur.

Da gibt es noch viel mehr, aber dies sind die Klassiker. Bitte benutzt sie nicht.

Streitkultur in Beziehungen

Ich wurde ja schon gestern gefragt, was das eigentlich sollte und worauf ich hinaus will. Das hat noch seine Zeit. Ich baue hier noch etwas meine Sammlung für die Argumentation auf. Nicht nur, weil das hilfreich ist, sondern auch, weil es mir kindlichen Spaß bereitet.

Im letzten Post habe ich ein paar der standardisierten Begründungen gesammelt, die man so für das Führen einer Beziehung angeben kann ohne komisch angesehen zu werden, die also sozial akzeptiert sind. Diesmal geht es um die Kommunikation in Beziehungen und hier um den Streit. Streit als Krise der Beziehung bietet dann wiederum Raum um die gemeinsame Wirklichkeit der Beziehung mehr in die Richtung der eigenen Realitätsvorstellung zu rücken als in die des anderen. Es geht hier also auch um Macht ((Es sei an dieser Stelle die Machtdefinition von Max Weber gegeben: „Macht bedeutet jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht.“)) den anderen in die Ecke zu drängen und ihm damit die eigene Weltsicht aufzudrücken.

In den gegebenen Streitskripten geht es dann auch von den Standardfloskeln bis hin zu dem Punkt, wo man schon im Streit die Trennung vorbereitet.

Allgemeine Floskeln
Beispiele: Das ist eine Unterstellung!, Das ist reine Provokation!, Das war schon immer so! ((Auch beliebt bei Schülern…))

Diskurszurechtweisungen
Beispiel: Das ist doch kein Argument! Mit dir kann man ja nicht diskutieren! Du drehst einem ja das Wort im Mund rum! ((Diese Art der Argumentation ist übrigens ein Grund für mich, einfach mit jemandem nicht mehr zu diskutieren. Macht keinen Sinn.))

Vorwürfe
Beispiel: Das tust du nur, um mich zu provozieren! Das sagst du nur, weil du sauer bist! An mir liegt es nicht, dass alles so schlecht ist. ((Gerade das Pathologisierende ist total eklig, denn es setzt voraus, dass man den Gegenüber besser kennt als er sich selbst.))

Einklagen
Beispiel: Du willst wirklich gehen? So will ich das nicht mehr! ((Hier sehen wir schon, dass es um Macht geht. Dadurch, dass ich hier ja sagen müsste um die Beziehung zu retten, hat der andere jede Möglichkeit klare Bedingungen an mich stellen, denen ich mich unterwerfen muss. Macht halt.))

Pseudobeschwichtigung
Beispiel: Nimm das doch nicht gleich wieder zu ernst. ((Wenn dir jemand so kommt, trenne dich doch besser gleich.))

Finale Skripte
Beispiel: Ich glaube das hat keinen Sinn mehr mit uns. So will ich das nicht mehr. ((Ist auch ein Druckmittel, dem man eigentlich nachgeben sollte.))

Auch hier wieder der Hinweis, dass es sich um Zitate der BOAG handelt.

Beziehungsbegründungen

Romantische Liebe ist ja eine Erfindung des Bürgertums des 18. Jahrhunderts, das eine Begründung für Beziehungen brauchte, die sich von der Zweckrationalität des Adel und der Baueren ((Heiraten zum Land- und Geldgewinn)) unterschied. Also, jedenfalls war das am Anfang die Begründung. Heute geht es gerade bei dem was man so als Reste des Hochbürgertums sehen kann wieder nur um die Kohle.

Was allerdings davon übrig blieb sind die Vorstellungen, die die Menschen von der Liebe haben und die sind voller Selbstverwirklichung und zwischenmenschlicher Harmonie. ((Genau, so sieht das auch normalerweise aus. HARMONISCH! KLAR?)) Und deswegen sind Beziehungen ein schönes Studienobjekt. Ich möchte hier gerne ein paar Erkenntnisse über die Mythen wiedergeben, die man sich so als Begründung für Beziehungen erzählt, denn Beziehungen sind natürlich auch eine sozial konstruierte Angelegenheit. Nennt man eine Beziehung Beziehung dann muss man sich auch an die entsprechenden Mythen halten, mit denen diese begründet werden. Da Beziehungen aus verschiedenen Mythen bestehen, die die Liebenden, so sie sich auf einen Satz geeinigt haben, mittels Skripten abspielen können. Der Hauptmythos scheint eine dauerhafte vollkommene Liebe zu sein, bei der man gleichzeitig kameradschaftlich, leidenschaftlich und glücklich gebunden ist. Doch auch der Verlauf einer Beziehung ist aufgeteilt und durchgeskriptet und ich stelle euch ein paar meiner Lieblingsskripte vor. Hier schließt sich gleich die Aufforderung an das Publikum an mitzumachen und beizutragen.

Begründungsskripte

Hier gibt es zum einen Standardsituationen und zum anderen Schicksalsmedien mit denen Beziehungsanfänge beschrieben werden. Schaut zu… Boshaftigkeiten in den Fußnoten.

Die Macht der Liebe
Beispiel: Weil wir uns lieben. Es traf mich wie aus heiterem Himmel. ((Ja klar, der/die hat dir nicht gefallen oder so, gell?))

Emotionaler Kontrollverlust
Beispiel: Ich verliebe mich immer so schnell. ((Ist ja eigentlich schon pathologisch, wenn das so ohne Einfluss geht.))

Abhängigkeit vom Partner
Beispiel: Weil wir uns brauchen. Weil er/sie mich braucht. Weil ich ihn/sie brauche. ((Es gibt da auch preiswert Therapiemöglichkeiten.))

Beziehung brauchen
Beispiel: Weil ich nicht allein sein kann. Weil ich Torschlusspanik hatte. ((Weil ich kein selbstbestimmtes Wesen sein kann ohne mir ein anderes an die Backe zu binden.))

Postmoderne Autonomie
Beispiel: Weil er/sie mich nicht braucht. ((Naja, schon geil, oder?))

Sex
Beispiel: Weil er/sie gut im Bett ist. Weil er/sie der/die erste ist, der/die mich im Bett glücklich machen konnte. ((Joa, endlich mal ein Grund, der ehrlich ist.))

So. Ich danke hier auch der Bochumer Arbeitsgruppe für sozialen Konstruktivismus und Wirklichkeitsprüfung, die mir diese Ideen in den Kopf setzte und deren Arbeitspapier Nr. 8 hier auch zitiert ist.

Creative trips…

Aus der Principia Discordia erfolgt heute die Lesung der Seite 00063 nach dem offiziellen diskordischen Nummerierungssystems.

Ordnung der Unordnung oder auch Unordnung der
Ordnung vorzuziehen, ist eine Lebensart, die sowohl aus
Kreativität als auch aus Destruktivität zusammengesetzt ist.
Wenn man nun Kreativität der Destruktivität vorzieht, dann ist
das ein total kreativer Trip, der sowohl aus Ordnung als auch
aus Unordnung zusammengesetzt ist. Um es genau auszu-
drücken – wir Brauchen nur kreative Unordnung gemeinsam
mit, und gleichwertig zu, kreativer Ordnung zu akzeptieren
und bereit dazu sein, destruktive Ordnung als unerwünschtes
Gegenteil von destruktiver Unordnung abzulehnen.

Der Fluch des Graugesichts verursachte die Teilung in
Ordnung/Unordnung als essentielle positiv/negativ Polarität,
anstatt kreativ/destruktiv als die essentielle positiv/negativ
Polarität als Fundament zu verwenden. Dadurch verursachte
er, daß die Menschheit noch immer an den destruktiven
Aspekten der Unordnung leidet und außerdem den Zugang zu
einem kreativen Gebrauch von Unordnung nicht finden kann.
Heutige Zivilisation spiegelt diese unglückliche Teilung wider.

Principia1

POEE verkündet, daß die andere
Unterteilung von kreativ/destruktiv vorzu-
ziehen ist, und wir arbeiten darauf hin, krea-
tive Unordnung sowie kreative Ordnung als
etwas Positives und Begehrenswertes darzu-
stellen, und daß destruktive Ordnung genau-
so wie destruktive Unordnung unnötig und
unerwünscht ist.

Gehet hin und denkt über diese Weisheit bei einem HotDog nach.

Prelude…

to Through the Looking Glass by Lewis Carroll

Child of the pure unclouded brow
And dreaming eyes of wonder!
Though time be fleet, and I and thou
Are half a life asunder,
Thy loving smile will surely hail
The love-gift of a fairy-tale.

I have not seen thy sunny face,
Nor heard thy silver laughter:
No thought of me shall find a place
In thy young life’s hereafter—
Enough that now thou wilt not fail
To listen to my fairy-tale.

A tale begun in other days,
When summer suns were glowing—
A simple chime, that served in time
The rhythm of our rowing—
Whose echoes live in memory yet,
Though envious years would say “forget”.

Come, hearken then, ere voice of dread,
With bitter tidings laden,
Shall summon to unwelcome bed
A melancholy maiden!
We are but older children, dear,
Who fret to find our bedtime near.

Without, the frost, the blinding snow,
The storm-wind’s moody madness—
Within, the firelight’s ruddy glow,
And childhood’s nest of gladness.
The magic words shall hold thee fast:
Thou shalt not heed the raving blast.

And, though the shadow of a sigh
May tremble through the story,
For “happy summer days” gone by,
And vanish’d summer glory—
It shall not touch with breath of bale,
The pleasance of our fairy-tale.

Aqua Jogging

Ich gehe ja regelmäßig schwimmen. Das soll ja gut tun und wenn nicht ist es wenigstens ein gutes Alibi um dann später zum Meckes gehen zu können. Jetzt bin ich im Urlaub bei meinen Eltern und meine Mutter nahm mich mit zu ihrem Schwimmtermin. Also, ich schwomm und sie machte Aqua Gymnastik Jogging Zeug mit Anleitung.

Und nunja, das bringt dann die herrliche Möglichkeit der Beobachtung. Es gibt ja nichts lyrischeres als eine Gruppe Männer und Frauen mittleren bis gesetzteren Alters, die zu den Anweisungen einer leicht gebeutelt aussehenden Trainerin in ausladenden Bewegungen durch das Wasser stapfen. Die Damen tragen dabei natürlich, dem Alter angemessen, zumeist diese einteiligen Badeanzüge, die inklusive der farblichen Absetzung eine stoffgewordene Allegorie auf die verschwundene Lust des Alters implizieren. Die Herren entscheiden sich ja immer noch für diese wunderbaren Dreiecksbadehosen, die aus dem kompletten Mann eine Art blinden Fleck machen, da die Sehnerven beim Anblick der Hose temporär zusammenbrechen.

Dann wird mit Ernsthaftigkeit gewasserjoggt. Die Sache gewinnt ja eher ihre Homuristik durch die Trainerin, die ernsthaft motivierend am Rand die Bewegungen mit ihren Armen vorzeigt und durch die Kommunikation, die da im Becken herrscht. Denn dies ist natürlich eine soziale Veranstaltung. Die Damen unterhalten sich bei der langsamen Bewegung durch das Becken natürlich über alles mögliche und es entwickelt sich also ein rückenschonender, leicht schnatternder Entengang. Alles ist dann eingebettet in das leichte Plätschern des Wassers und das rhythmische Schlagen der Kraulzüge des nebenan trainierenden Sportschwimmers. Es ergibt sich ein wahrhaft fantastisches Ballet, das man da so aus dem Nichtschwimmerbecken beobachten kann, während neben einem die Kinder heimlich in das Wasser pinkeln.