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Creative trips…

Aus der Principia Discordia erfolgt heute die Lesung der Seite 00063 nach dem offiziellen diskordischen Nummerierungssystems.

Ordnung der Unordnung oder auch Unordnung der
Ordnung vorzuziehen, ist eine Lebensart, die sowohl aus
Kreativität als auch aus Destruktivität zusammengesetzt ist.
Wenn man nun Kreativität der Destruktivität vorzieht, dann ist
das ein total kreativer Trip, der sowohl aus Ordnung als auch
aus Unordnung zusammengesetzt ist. Um es genau auszu-
drücken – wir Brauchen nur kreative Unordnung gemeinsam
mit, und gleichwertig zu, kreativer Ordnung zu akzeptieren
und bereit dazu sein, destruktive Ordnung als unerwünschtes
Gegenteil von destruktiver Unordnung abzulehnen.

Der Fluch des Graugesichts verursachte die Teilung in
Ordnung/Unordnung als essentielle positiv/negativ Polarität,
anstatt kreativ/destruktiv als die essentielle positiv/negativ
Polarität als Fundament zu verwenden. Dadurch verursachte
er, daß die Menschheit noch immer an den destruktiven
Aspekten der Unordnung leidet und außerdem den Zugang zu
einem kreativen Gebrauch von Unordnung nicht finden kann.
Heutige Zivilisation spiegelt diese unglückliche Teilung wider.

Principia1

POEE verkündet, daß die andere
Unterteilung von kreativ/destruktiv vorzu-
ziehen ist, und wir arbeiten darauf hin, krea-
tive Unordnung sowie kreative Ordnung als
etwas Positives und Begehrenswertes darzu-
stellen, und daß destruktive Ordnung genau-
so wie destruktive Unordnung unnötig und
unerwünscht ist.

Gehet hin und denkt über diese Weisheit bei einem HotDog nach.

Prelude…

to Through the Looking Glass by Lewis Carroll

Child of the pure unclouded brow
And dreaming eyes of wonder!
Though time be fleet, and I and thou
Are half a life asunder,
Thy loving smile will surely hail
The love-gift of a fairy-tale.

I have not seen thy sunny face,
Nor heard thy silver laughter:
No thought of me shall find a place
In thy young life’s hereafter—
Enough that now thou wilt not fail
To listen to my fairy-tale.

A tale begun in other days,
When summer suns were glowing—
A simple chime, that served in time
The rhythm of our rowing—
Whose echoes live in memory yet,
Though envious years would say “forget”.

Come, hearken then, ere voice of dread,
With bitter tidings laden,
Shall summon to unwelcome bed
A melancholy maiden!
We are but older children, dear,
Who fret to find our bedtime near.

Without, the frost, the blinding snow,
The storm-wind’s moody madness—
Within, the firelight’s ruddy glow,
And childhood’s nest of gladness.
The magic words shall hold thee fast:
Thou shalt not heed the raving blast.

And, though the shadow of a sigh
May tremble through the story,
For “happy summer days” gone by,
And vanish’d summer glory—
It shall not touch with breath of bale,
The pleasance of our fairy-tale.

Aqua Jogging

Ich gehe ja regelmäßig schwimmen. Das soll ja gut tun und wenn nicht ist es wenigstens ein gutes Alibi um dann später zum Meckes gehen zu können. Jetzt bin ich im Urlaub bei meinen Eltern und meine Mutter nahm mich mit zu ihrem Schwimmtermin. Also, ich schwomm und sie machte Aqua Gymnastik Jogging Zeug mit Anleitung.

Und nunja, das bringt dann die herrliche Möglichkeit der Beobachtung. Es gibt ja nichts lyrischeres als eine Gruppe Männer und Frauen mittleren bis gesetzteren Alters, die zu den Anweisungen einer leicht gebeutelt aussehenden Trainerin in ausladenden Bewegungen durch das Wasser stapfen. Die Damen tragen dabei natürlich, dem Alter angemessen, zumeist diese einteiligen Badeanzüge, die inklusive der farblichen Absetzung eine stoffgewordene Allegorie auf die verschwundene Lust des Alters implizieren. Die Herren entscheiden sich ja immer noch für diese wunderbaren Dreiecksbadehosen, die aus dem kompletten Mann eine Art blinden Fleck machen, da die Sehnerven beim Anblick der Hose temporär zusammenbrechen.

Dann wird mit Ernsthaftigkeit gewasserjoggt. Die Sache gewinnt ja eher ihre Homuristik durch die Trainerin, die ernsthaft motivierend am Rand die Bewegungen mit ihren Armen vorzeigt und durch die Kommunikation, die da im Becken herrscht. Denn dies ist natürlich eine soziale Veranstaltung. Die Damen unterhalten sich bei der langsamen Bewegung durch das Becken natürlich über alles mögliche und es entwickelt sich also ein rückenschonender, leicht schnatternder Entengang. Alles ist dann eingebettet in das leichte Plätschern des Wassers und das rhythmische Schlagen der Kraulzüge des nebenan trainierenden Sportschwimmers. Es ergibt sich ein wahrhaft fantastisches Ballet, das man da so aus dem Nichtschwimmerbecken beobachten kann, während neben einem die Kinder heimlich in das Wasser pinkeln.

Das SNAFU Prinzip

Das SNAFU ((Akronym: Situation Normal All Fucked Up aus dem US Army Jargon)) Prinzip zeigt warum wahre Kommunikation nur ohne Hierarchien stattfinden kann. Denn in Hierarchien werden die Untergebenen immer mehr dafür belohnt werden, wenn sie ihren Vorgesetzten Lügen als wenn sie ihnen die Wahrheit sagen. Das führt dazu, dass diejenigen, die die Entscheidungen treffen immer weiter von der Realität entfernt sind. Zur Illustration dieser schöne Text:

Am Anfang war der Plan,
und dann kamen die Vorgaben.

Und der Plan war ohne Form,
und die Vorgaben waren leer.
Und Dunkelheit
war auf den Gesichtern derer, die ihn umsetzen sollten.
Und sie sprachen zu ihren Leitern:
„Das ist ein Haufen Scheiße und es stinkt nach Gulli!“
Und die Leiter hatten Mitleid mit ihnen
und sprachen mit dem Projektleiter:
„Das ist ein Haufen Exkrement
und keiner kann seinen Geruch ertragen!“
Und der Projektleiter
sprach zu seinem Sektionsleiter:
„Das ist eine Menge Exkrement,
und es ist so stark, dass es keiner ertragen kann.“
Und der Sektionsleiter eilt zum Abteilungsleiter
und informierte ihn, dass:
„Dies ist eine Menge an Dünger
und niemand kann seine Strenge ertragen.“
Und der Abteilungsleiter trug dies zu seinem Betriebsleiter
und sagte zu diesem:
„Es enthält das, was das Pflanzenwachstum anregt
und es ist sehr stark.“
Und so war es, dass der Betriebsleiter erfreut
dem Vizepräsidenten ging um ihm die frohe Botschaft zu übermitteln:
„Es steigert das Wachstum
und ist sehr mächtig.“
Und der Vizepräsident rannte zum Präsidenten
und sagte an seiner Seite stehend:
„Diese mächtige neue Produkt
wird das Wachstum der Firma fördern!“
Und der Präsident schaute sich das Produkt an
und wußte, dass es gut war.

In dem unausweichlichen Desaster, das folgte, beriefen sich alle Anzugträger darauf, dass sie falsch informiert wurden und diejenigen, die das Projekt umgesetzt haben wurden gefeuert oder degradiert.

Original im Jargon File
Übersetzt von mir.

Bravo!

Wer sich bisher gefragt hat, warum da Chaos im Namen steht und bisher alles eher so intellektuell und tiefsinnig war, dem wird jetzt geholfen. Wir lesen jetzt mal gemeinsam Bravo!

Wer die Reise verfolgen möchte, sollte schnell sein und sich Ausgabe 8/2013 besorgen. Da sind sogar noch Valentinstagsposter drin! Auf dem, wie immer eklektischen Cover schauen uns mal wieder One Direction entgegen, diesmal mit Fotoapparaten und der Aussage „OMG! Wir schiessen uns ab!“ Darunter ein Teaser, wie wild sie sind und wie sie sich „holen was sie wollen“. Wird bestimmt spannend.

Dann treffen wir die Seiten mit vermischtem Blödsinn. Justin Bieber versucht sich als Cowboy, Miley Cyrus werden erst Worte in den Mund gelegt und dann ein Bild, das sie von hinten zeigt mit „Und auch von hinten kann sie sich sehen lassen.“ betitelt. ((Und da fragt man sich, warum es sowas wie #Aufschrei gibt, hm?)) In sind derzeit: coole Scheemänner, lustiges Essen und Tulpen. Out sind: schwere Ohrringe, pädagogische Eltern und Leute, die über den Suff prahlen. Auf der Seite mit den Mode Tops und Flops habe ich keine Ahnung wie ich das bewerten soll, weil das alles wirklich schauderlich ist, was die Promis so tragen.

Auf der vertraglich zugesicherten doppelten Doppelseite zu DSDS erscheinen die Gebrüder Kaulitz, die jüngeren Menschen noch als Milchbärte von Tokio Hotel bekannt sind. Ich kann berichten, sie zu sind metrosexuellen Milchbartträgern geworden. Ähja, und wir bei solchen sind. Justin Biebers Beziehung zu Selena Gomez findet für mich ja nur in der Bravo statt und ist derzeit anscheinend beendet, was uns nicht aufhält darüber zu reden, wie er sie wiederhaben will. ((Warum eigentlich? Der kann sich nach jedem Konzert durch eine Hundertschaft williger Teenager ficken? Achso, stimmt ja, der ist kein Rock’nRoll.))

Besser scheint’s da Miley zu gehen. Die sagt, dass ihr Typ heiss ist. Schön für sie. Heiss sollen ja auch die Boygroupjungs von One Direction zu sein. Von denen werden ihre Tattoos gezeigt und was sie so alles wildes tun. Weiter zum Sex.

Bei Doktor Sommer gibt es diesmal eine 15jährige, die für ihren sexheißen Freund nicht schnell genug feucht wird, ein 15jähriger, der ungern Single ist und eine 14jährige, die gerne einen Vibrator kaufen würde. Dazu noch eine Doppelseite mit den alten Favoriten Sperma, Eizelle und Schwangerschaft.

Ja, äh, ansonsten geht es um Snowboarding, die Frage wie man ein gutes Youtubevideo dreht und den Cake-Pop Fashion Stil. ((Das ist ja mal furchtbar… oh Gott. Knallbunt kurz vor der Unzurechnungsfähigkeit und die Herrenmode schreit nach Metrosexualität.))

Das Werk ist immer noch voller Boys, Girls und BFFs und man merkt ihm gar nicht an, dass RTL da viel Geld für bezahlt, dass seine Sendungen gefeatured werden. Wie immer also…