Archiv der Kategorie: Gesellschaft

#33c3 Tag 1

Es ist am frühen morgen des zweiten Tags des 33. Chaos Communication Congress und in den kribbelbunt beleuchteten Räumen erwacht langsam das Leben. Die ersten Referenten schauen sich noch einmal ihre Folien an und es herrscht eine ruhige Geschäftigkeit, die sich irgendwo zwischen dem Kater der letzten Feiernden und der Wachheit der Neuangekommenden langsam entwickelt.

Gestern war Tag 1 und irgendwie blieb ich in einem sehr entspannten Networking stecken. Viele Leute mit denen man reden kann und das sehr entspannt. Ich traf holgi, Kadda und die Herren vom Aufwachen Podcast. Dazu noch Leute vom Hackerspace in Dublin.

Heute kommt die Sprechstunde. Christoph möchte mit mir über Schule reden, vor Leuten und wir haben Fragen mitgebracht, aber wünschen uns auch, dass das Publikum mit uns über Schule redet.

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Moralisches Handeln

Dieser Artikel lag schon länger in meiner virtuellen Schublade und jetzt ergab sich dank einer Twitterunterhaltung mit dem Sozioblogen die Möglichkeit ihn zu verwenden und in einen Kontext zu setzen und damit zu einem Beitrag des soziologischen Kaffeekränzchen zu machen. Doch, vorne anfangen ist ja toll.

Eine der alten Fragen der Philosophie ist die Frage nach dem moralischen Handeln und die Frage, welche Art von Handlungen gut und böse sind. Dabei ist neben der generellen Definition des Begriffspaares, aber auch noch wichtig, welche Dimensionen überhaupt eine Handlung beeinflussen. Doch eines nach dem anderen. Deswegen geht es jetzt erst einmal und die großen Dichotomien im Bereich Moral.

Gut und Böse – Richtig und Falsch

Wenn über Moral geredet wird, dann geht es aus der Sicht vieler Menschen immer um gut und böse. Das Problem damit ist, dass nirgendwo festgelegt ist, was dem jeweiligen Begriff zuzuordnen ist. Und weil wir uns alle Märchen darüber erzählen, wie unsere Welt aussieht, ist immer das, was wir selbst denken gut und das was andere anders denken böse. Das diese Sicht auf die eigene Weltkonstruktion menschlich, aber auch für Diskurs schwierig ist, wurde an diesem virtuellen Kaffeetisch schon gut dargestellt.

Anders ist es mit der Frage nach richtig und falsch. Die Frage ob eine Handlung moralisch richtig oder falsch ist, lässt sich anhand von Kriterien treffen, die nicht die Wertung der anderen Person, die bei gut und böse immanent sind, sondern die Handlung in den Mittelpunkt stellen. Es ist also möglich mit anderen Personen unabhängig von ihrer Persönlichkeit über die moralische Richtigkeit der Handlung zu sprechen. Deswegen ist richtig und falsch nicht nur die bessere Richtschnur für das eigene Handeln, sondern auch die Kategorie mit der und über die sich Diskurs gestalten lässt.

Gut und Böse sind Fremdzuschreibungen, während richtig und falsch Analysekategorien sein können. Damit ist natürlich die Frage offen, wie jetzt eine Handlung beurteilt werden kann.

Gründe – Intention – Ergebnis

Wenn eine Handlung moralisch bewertet werden soll, dann müssen die drei oben genannten Ebenen betrachtet werden. Diese sind miteinander verbunden, wobei aus der Sicht vieler Menschen das Ergebnis natürlich immer eine hohes Gewicht hat, obwohl diese Analyseform die Trügerischste ist. Nur weil einem das Ergebnis gefällt, heißt das nicht, dass die Handlung gutzuheißen ist. Denn auch die Gründe und die Absicht, die mit einer Handlung verbunden sind, bestimmen, ob diese tatsächlich moralisch richtig oder falsch ist. Die Folterung eines Kriminellen zur Rettung eines Kindes, ist falsch, egal wie sehr das Kind überlebt. Die Ermordung eines Diktators ist moralisch genauso falsch, wie die Bombardierung von Terroristen. Alle diese Handlungen haben gemein, dass die Ergebnisse positiv sein können, ((Und es langfristig dann eben aufgrund ihrer Mittel doch ihre positive Wirkung nicht entfalten.)) aber die Begründungen und Absichten, die dahinter stehen das Ergebnis entwerten.

Deswegen ist es eben nicht möglich aus den falschen Gründen das Richtige zu tun. Die falschen Gründe machen es schon falsch.

Fazit

Und damit komme ich zurück zum Impuls für diesen Text. Moral als Selbstzuschreibung ist tatsächlich schädlich für jeden Diskurs, weil es hier nur darum geht, dass jede beteiligte Person sich selbst die höhere Position zuschreiben will. Was aber dringend Thema im Diskurs sein sollte ist die Bewertung von Handlungen und die Prämissen nach denen das getan werden soll. Denn über Werte wird viel geredet, wenn es darum geht die Person gegenüber abzuwerten, aber wenig wenn es darum geht, welche überhaupt das gesellschaftliche und persönliche Handeln leiten sollten und welche Kriterien diesen Werten zugrundeliegen.

Works for Me – Diskurs und Identität

So, wir kommen zum soziologischen Kaffekränzchen zurück. Es gibt da jetzt einen Tag für. Nachdem ich mich das letzte Mal auf die Erklärung der Schwierigkeiten beim finden von Diskursen bezogen haben, hat die Vrouwelin das einmal zusammengefasst und so geendet:

Und doch höre und lese ich Stimmen, die darauf hinweisen, dass es mit den rechten Stimmen in der heutigen Gesellschaft und Politiklandschaft eh keinen Diskurs geben kann, dass es heißt, wir oder die. Ich befürchte, dass das der momentanen Realität deutlich näher kommt. Mit rechts-extremistischem Gedankengut ist nicht zu verhandeln, weil es menschenfeindlich ist. Und dabei ist es egal, wie weit diese Einstellungen in die „Mitte“ eingesickert sind, sie werden dadurch nicht verhandelbarer. Doch wenn mit den Einstellungen von dreißig bis teilweise fast siebzig Prozent der Bevölkerung nicht mehr zu verhandeln ist? Wie funktioniert Demokratie wenn große Teile der Bevölkerung sie nicht mehr wollen? Weil sie zum Teil nicht wissen, wie es geht?

Als ich das so las, musste ich an einen weiteren Impuls denken, der mir die Tage gegeben wurde. Nämlich die Frage nach der Identität. Die grundlegende Idee „wir oder die“ widerstrebt mir nämlich zutiefst, kann eine Gesellschaft doch nur funktioniert, wenn ihre Mitglieder ein grundlegendes „wir gemeinsam“ Gefühl haben. Und so kommt es auch, dass das Motto des diesjährigen Chaos Communication Congress in die Überschrift geschlichen hat. Auch dieser beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern gesellschaftliche Probleme nicht auch gesellschaftlich gelöst werden müssen. Works for me ist dabei die Aussage, dass man sich ja nicht um Probleme kümmern muss, wenn sie einen selbst nicht betreffen. Das funktioniert nur für gesellschaftliche Probleme nicht. Bringen wir jetzt die beiden Linien das erste Mal zusammen, dann scheint das wichtigste Problem, das der Identität zu sein. Doch, wo kommt eigentlich unsere Identität her?

Identität ist eine Konstruktion, wie alles das wir so in unserem Kopf haben. Sie ist ein Ergebnis von Kommunikation mit unserer Umwelt und etwas, das wir für zutiefst für wahr halten, während es gleichzeitig eine der größten Lügen ist. ((Igitt wie philosophisch…)) Menschen sind also das, was sie denken, das sie sind. Diese Identität wird aber auf zwei Arten während unserer andauernden Sozialisation generiert. Die übliche Variante funktioniert durch negative Selbstzuschreibung. Das bedeutet, dass Identität darüber generiert wird, dass die Person ein außen wahrnimmt und sich von diesem Außen abgrenzt. Daraus wird dann gedacht, dass sich auch ein definiertes Innen also eine definierte Identität ergibt. Das ist aber nicht wahr. Die unübliche Variante, der positiven Selbstzuschreibung generiert eine Identität, in dem die Person selbst sagt, wer sie ist und warum. Damit ist die Identität allerdings positiv besetzt, weil die Person sie sich selbst gegeben hat. Doch, wie gesagt, die Standardvariante ist die negative Zuschreibung darüber, dass die Person sagt, wer sie nicht ist. ((Schonmal aufgefallen, dass das die AfD Methode ist? Sie ist so einfach, weil die meisten Leuten genauso ticken.)) Diese Art von Identitätsgeneration führt dann wieder zurück zum 33c3 Motto, denn nur aus dieser Identitätsvorstellung, des ich bin nicht wie die anderen, kann man sagen „Works for me“ und daraus schließen, dass die Interessen der anderen egal sind. Die sind ja diejenigen gegen die sich abgegrenzt wird. Die positive Selbstzuschreibung wiederum eröffnet die Möglichkeit andere Menschen anzuerkennen, weil die Person selbst möchte, dass ihre Identität, die sie sich gegeben hat anerkannt wird. 

Und damit kommen wir zum Neuzugang am digitalen Kaffeetisch Kolame hat sich hinzugesetzt und auf eine bewundernswert-erschreckend soziologisch-systemtheoretische Art, die Rolle der Moral im Diskurs thematisiert hat. Eine Frage, die sie stellt ist:

Wie kriegt man die Personen wieder in einen Raum, ohne aber in vormoderne und noch sexistischere (als heute), patriachelere (als heute) und diskriminierende (als heute) Diskurspraktiken zurückzufallen?

Ich denke eine Antwort ist, dass dieser Diskurs, den sie da beschreibt, sich über Identitäten generiert und damit über die Betonung von Unterschieden, die viele dringend benötigen um sich sicher zu sein, wer sie sind. Dabei gilt dann „Works for me“ als Ausgangspunkt für Kompromissbereitschaft und das ist dann das Problem. Wenn es das Ziel ist, dass die verschiedenen Gruppen wieder miteinander in den Diskurs treten, dann muss neben den ganzen technisch-praktischen Problemen, die erörtert wurden, auch ein Raum geschaffen werden, in dem Identität in den Hintergrund tritt. Ein sozialer Raum in dem das wer ich bin nicht so wichtig ist, wie das was ich möchte. In dem aus dem „works for me“ ein „works for us“ oder wenigstens ein „works for most of us“ wird.

Der Weg zu diesem Raum kann aus meiner Sicht nur über zwei unterrepräsentierte Konzepte aus dem pädagogischen Arsenal führen: zum einen Selbstfindung als Kulturtechnik, zum anderen Empathie. Ich kann zu beidem sagen, dass es im Schulsystem nicht stattfindet und kein Ziel ist. Gleichzeitig stelle ich gerade dieses Schuljahr fest, dass Empathie etwas ist, dass Schüler*innen kaum erleben und das Selbstfindung eine Sehnsucht und ein Gegengift zur allgegenwärtigen Zukunftsangst ist, die sie erleben. Doch diese Eigenschaften und Kulturtechniken brauchen direkte Kommunikation und einen Diskurs in dem Identitäten und Rollen unwichtig sind. Beides ist in Schulen leider selten.

Diskursfindungsschwierigkeiten

Um auch weiterhin den Eindruck zu erwecken, dass sich hier das soziologische Kaffekränzchen Rundbriefe schreibt, möchte ich mich diesem Artikel vom sozioblogen äußern. Er verlangt danach, dass wir wieder mehr Diskurs brauchen. Dieser weisen Erkenntnis stimme ich zu. Mein Beitrag ist eher als Analyse gedacht, wo denn der Diskurs überhaupt hin verschwunden ist. Auch hier gilt mal wieder, wenig neues, aber wenn nicht bekannt ist, wo etwas herkommt, wird es mit dem wegkommen noch schwieriger.

In meiner Jugend…

Opa erzählt vom Krieg, oder besser von der Welt vor dem Jahr 2000. Da hatte er ein Festnetztelefon, einen Computer, der nicht an das Internet angeschlossen war und ein Fahrrad. Die Diskussion über Politik war gestützt auf Zeitung, Fernsehen und direkte Sprache. Wenn etwas medial neu geschehen ist, dann war das Einzige, was einen davon abhielt keine Ahnung davon zu haben, wovon der Rest sprach, kein Privatfernsehen zu haben.

Das Netz ist toll! wait…

So, und jetzt ist Medienwandel. Print liegt in den letzten Zügen, Radio ist nur noch Gedudel, Fernsehen ist für Rentner, Facebook ist für Rechte, twitter für Linke und die Jugend ist auf Snapchat ((oder so…)). Das ist so ungefähr und damit muss jetzt mal umgegangen werden. Es bedeutet aber auch etwas: der gesellschaftliche Diskurs ist komplett zersplittert, denn der Ort der ihn bisher vereinigt hat, sind die Massenmedien. Der Diskurs von Mensch zu Mensch wird dabei immer schwerer. In der Schule kann man erleben, dass Klassen keine Klassengemeinschaft mehr bilden, weil die Menschen, die im selben Raum sitzen, einen virtuellen sozialen Raum über den halben Landkreis aufspannen.

Das bedeutet dann aber auch, dass die Leute eben nicht mal mehr miteinander reden müssen, wenn sie im selben Raum sitzen. Und wir Lehrer wollen eigentlich auch, dass sie nur über unsere Themen reden, wenn sie miteinander reden. Der Diskurs mit anders denkenden Menschen ist also maximal mit Lehrern möglich, aber die sind soziales Hintergrundrauschen. Es ist für die meisten Leute technisch unmöglich einen Diskurs mit einer andersdenkenden Person zu führen.

Da die sozialen Medien dazu neigen den Nutzern nur Inhalte vorzuzeigen, die zur eigenen Weltwahrnehmung passen, also werden andere Weltsichten so antagonisiert, dass sie nur noch böse sind. Die einfachen Lösungen halt. Es wird aufgrund der enormen sozialen Beweislast gedacht, dass man selbst definitiv nicht falsch liegen kann, weil alle anderen es ja auch so sehen.

Das sind alles Bedingungen, in denen sozialer Diskurs eigentlich fast unmöglich geworden ist, außer er ist unvermeidbar, wie in Schulen oder größeren sozialen Anlässen, aber selbst da wird ja nicht mehr geredet, sondern gechattet und fotografiert.

Also, ja wir brauchen mehr Diskurs, aber vorher muss erstmal das Problem gelöst werden, dass die unterschiedlichen Gruppen wieder im selben Raum sind.

Gewalt und Lehrer… – über ein falsches Berufsbild

Gestern oder so ging dieser Artikel vom Spiegel rum, in dem gar schauerlichste Dinge über das Lehrerdasein berichtet werden. Laut einer Studie wurden 6% der Lehrer Opfer von körperlicher Gewalt und run ein Viertel von psychischer Gewalt.

So ausm Gefühl raus, könnte das stimmen. Nach Schularten aufgerechnet würde es da sehr schnell sehr nüchtern werden. Ich möchte aber mal eine zweite Dimension aufführen: das ist leider auch Berufsrisiko. Lehrerinnen und Lehrer arbeiten in einem sozialen Rahmen, im Direktkontakt und das bedeutet auch, dass die sozialen Querschläger da auch dabei sind. Schön ist das nicht, vermeidbar ist es aber auch nicht. So, jetzt kann das alles beklagt werden und das ist wohl auch die Reaktion auf den Artikel, allein bringen tut es nix. Genauso übrigens wie der Appell bayrischer Lehrerinnen und Lehrer gegen Hassprache. Die Erfahrung hat ja gezeigt, dass solche Appelle sofort dazu führen, dass sich Schülerinnen und Schüler besser verhalten.

Also, was tun? Zuerst einmal anerkennen, dass Gewalt von Schülerinnen und Schülern schlicht nicht verhinderbar ist. Pädagogik ist eine Zielaufgabe, keine Verhinderungsmöglichkeit. Wir erziehen Menschen zu etwas. Wenn das klar ist, dann gibt es zwei Wege, die beide was mit Lehrerbildung zu tun haben: zum einen braucht es in der Lehrerbildung endlich mal eine Vorbereitung auf das Lehrerleben, zu dem auch ein Resilienztraining gehört, zum anderen würde es schon mal helfen, den Beruf als das darzustellen was er ist: eine soziale Arbeit, bei der soziale Interaktion und damit kompetentes pädagogisches Handeln notwendig ist. Aus meiner Erfahrung wird von allen Beteiligten viel zu viel über Pädagogik geschwafelt anstatt sich die Frage zu stellen, was konkret gemacht werden soll. Wenn junge Menschen sich entscheiden Lehrerin und Lehrer zu werden, dann sollte denen klar gemacht werden, welchen Beruf sie sich da zulegen. Ein Beruf, in dem die größte Herausforderung nicht ist, irgendwelche Zettel rot anzumalen, sondern im Angesicht des anderen Menschen authentisch zu sein und zu handeln. Bildungsvermittlung und Erziehung sind alles soziale Prozesse. Das Soziale ist aber zu selten Thema in der Diskussion um Lehrerbildung und diese Diskussion über Gewalt greift, wie immer, zu kurz.

HCH020 – Nach Trump

Ich blicke zurück auf die Wahl, mit etwas Abstand und mit etwas weniger Wut im Bauch über den großen kollektiven Wahnsinn, der da über uns im Nachhinein hereingebrochen ist. Es ist eher eine Zusammenfassung, als eine Analyse und ein Blick auf das, was daran an unserer Gesellschaft zu erkennen ist.

Am Ende gibt es den Versuch eines Vorschlags, wie die angebliche Entwicklung, die diese Wahl auslöst aufzuhalten ist.

Einfach mal die Fresse halten und machen…

Nach dem letzten, eher depressiven Beitrag, kommt hier jetzt der Krawall zurück. Es wird nämlich mal Zeit sich darüber zu unterhalten, warum das ganze soziale Gerechtigkeitsgelaber vielleicht doch nicht so gut ist, keinen Fortschritt bringt und am Ende nur den Konservativen in die Hand spielt. Wenn ich das aber tue, dann muss ich ja auch erzählen, wie es anders geht.

Hört doch mal auf zu quatschen.

Eine Weisheit der Soziologie ist, dass wenn über etwas geredet wird, es von den Kräften der Gesellschaft verarbeitet wird. Das ist dann das, was in Politik endet. Die landläufige Idee, wie Gesellschaftsänderung vonstatten geht, ist:

  1. Thema aufbringen
  2. Agenda Setting
  3. Politischer Diskurs
  4. Bessere Welt
  5. Rinse Repeat

Jetzt ist die Bevölkerung überaltert und das funktioniert nicht mehr, weil die Leute die Mehrheit im Diskurs haben, die gerne die Welt so hätten, wie es früher war. Dazu kommt, dass die einzelnen Teile der Gesellschaft eigentlich gar nicht mehr miteinander reden und wenn dann nur durch Vorwürfe und in schreiendem Ton. Gesellschaftliche Probleme werden als öffentlich nur noch als Spektakel behandelt und nicht mehr diskutiert, weil soundso jede Seite glaubt, dass sie recht hat und am Ende die alte konservative Mehrheit mit dem Stillstand gewinnt.

Die ganzen Versuche neue Ideen auf die Agenda zu setzen, in dem darüber geredet wird, sind also sehr kontraproduktiv. Zum einen reißen sie nur noch mehr Nebenschauplätze auf, zum anderen ist nur noch der Konflikt interessant nicht der Inhalt. Hinzu kommt, dass die konservative alte Mehrheitsgesellschaft das Thema dann in Ruhe versanden oder konservativ umdeuten kann. Das schafft wahlweise Perversionen des Fortschritts (Mindestlohn, Rentesystem) oder einfache Feindbilder („Feminazi“), die dann halt auch gerne wieder verschwinden. Gesellschaftlicher Fortschritt findet also nicht mehr statt.

Deswegen wäre es vielleicht mal gut, weniger zu quatschen, weniger anzuklagen, weniger zu schreien. Wenn dann sollte gefragt, erklärt und sich ausgetauscht werden.

Wer macht hat Recht!

Und das fragen, erklären und austauschen funktioniert viel besser, wenn die Leute einfach machen. Die normative Kraft des Faktischen gilt in postfaktischen Zeiten umso mehr. Wird eine Realität geschaffen, dann kann man sich darüber unterhalten und vor allem in dieser leben. Das bedeutet also, dass sich das Schaffen einer eigenen Realität gut dazu eigenen eine zu haben, in der man leben will. Das führt dann schon zum gesellschaftlichen Diskurs. Dieser wird aber nicht unter der Annahme geführt, dass alternative Lebensformen und Realitäten Spinnereien einer Minderheit sind, sondern mit den existierenden Phänomenen einer pluralen Gesellschaft. Will heiße, wenn eine Familie aus mehreren Elternteilen (2+) bestehen möchte, dann sollte sie das. Legal lässt sich das regeln. Wenn dann jemand fragt, wie das funktioniert, dann erzählt und erklären die Menschen das, die dieses Modell leben. Dabei müssen sie nicht die Person gegenüber überzeugen und auch keine große gesellschaftliche Debatte vom Zaun brechen. Die Gesellschaft ändert sich hier schon durch die neuen Lebensformen, die einfach gelebt werden.

Wer macht hat also erstmal Recht und muss nur erkennen, dass es keinen Grund gibt sich für das eigene Leben und die eigene Realitätsgestaltung rechtfertigen zu müssen, genauso wie es keinen Grund gibt, andere für deren Version anzugehen. Am Ende gelingt so ein Zusammenleben unheimlicher vieler verschiedener Menschen. Es muss zwar noch ein Rechtssystem, das die allgemeinen Regeln des Zusammenlebens durchsetzt, doch je mehr Dinge als alltäglich gelebt werden desto weniger können diese Regeln in alternative Lebensmodelle hineinpfuschen. Gelebter Pluralismus führt am ehesten dazu, dass sich sinnlose soziale Schranken auflösen.

Es ist also sinnvoller, zu versuchen ein Leben zu leben, dass einem selbst gefällt und erfüllt, als sich die ganze Zeit hinzustellen und anklagend zu versuchen die Welt von oben nach unten besser zu machen. Akzeptanz von alternativen Lebensvorstellungen führt zu gesellschaftlichem Fortschritt, nicht das heulende Einklagen diffuser Rechte, das immer in einem sinnlosen Vergleich der Privilegien endet. Anstatt Privilegien mit gesetzlicher Gewalt zu minimieren, hilft es mehr Menschen die Möglichkeit und Einstellung zu geben, dass sie sich Privilegien anderer nehmen können, wenn sie vergleichbares nur anders tun. Neid und Einklagen sind kontraproduktiv, sich selbst einen Platz zu schaffen nicht. Wenn das zum Standard unserer Sicht auf Pluralismus wird, dann wird es am Ende auch zu einer Politik führen, die Möglichkeitsräume öffnen muss, anstatt sich in Konflikten zu schließen.

Update: Die Vrouwelin hat sich in einem eigenen Artikel hierzu geäußert und eine wichtige Dimension hinzugefügt: Solidarität und Empathie. Ich möchte mich bedanken und ihr ausdrücklich zustimmen. Ich gehe implizit davon aus, dass Empathie und die daraus folgende Solidarität in jedem Menschen angelegt sind. Das ist vielleicht zu idealistisch gedacht, aber dann eine Aufgabe für unser Bildungssystem.

Update 2: Der Soziobloge hat sich mit einem zweiten Beitrag gemeldet, der vielleicht den wichtigsten Punkt aufmacht: mal entspannen im Diskurs. Ich schließe mich auch hier vollständig an und bedanke mich für den Beitrag.

Schule und Digitalisierung – Replik auf einen Artikel aus der ZEIT

ich hab ja eigentlich Respekt vor der ZEIT, aber dieses Stückchen Text ist so weltfremd, wie dumm und borniert. Es werden vier „Ursachen für die Bildungsangst“ von Schulen ausgemacht und damit einmal alles über einen Kamm geschert, was geht. Das ist nicht einmal als Meinungsartikel zu ertragen.

Weil jedoch meckern ohne ernsthafte Antwort billig ist, möchte ich dem Text und seinen vier Ursachen antworten:

Die erste Ursache für die Bildungsangst sei die digitale Kluft zwischen den Lehrern. Das ist irgendwie richtig und irgendwie komplett falsch. Zum einen benutzt der digitalferne Kollege nicht das Handy um Urlaubsbilder zu verschicken, er klebt, um im Bild zu bleiben, Bilder in ein Fotoalbum. Da werden Papier, Folien und Tafel benutzt. Die Leute kennen die modernen Technologien, benötigen sie aber für ansprechenden Unterricht nicht. Ich bin Mitglied in einem Hackerspace, benutze Technologie virtuos, habe 2,5 Podcasts und administriere vier WordPressinstallationen, mein Lieblingsmedium in einem Klassenraum ist meine Stimme und eine Tafel mit Kreide. Ich finde Smartboards dumm und unflexibel, weil ich immer einen Beamer einschalten muss. Kreide liegt rum, und es dauert ca. 2 Minuten bis ich eine Struktur an der Wand habe, die ich ansonsten mühsam zusammenklicken muss. Dieses Argument ist also realitätsfern und affig. Medien sollten nie den Unterricht bestimmen, sondern Methoden, Inhalte und Bildungsziele. Dabei ist es in vielen Fächern scheißegal, worauf geschrieben wird.

Die zweite Ursache ist laut dem Autor, dass ein „diskursiver Graben“ aufgerissen wurde. Disruption hier, Entmündigung da. Ich weiß ja nicht, wo der Autor das her hat, aber das habe ich auf keiner Ebene der Diskussion um Digitalisierung gesehen. Das mag bei Anne Will so aussehen, aber das war es dann auch. Jeder Lehrer kennt die Chancen, die digitale Medien für die Mündigmachung der Schüler bieten, genauso wie ihre Grenzen. Der Hype ist genauso bekloppt wie die Ablehnung und ganz ehrlich: wir Lehrer haben für die Scheiße keine Zeit! Wir machen, was funktioniert und nicht was religiös diskutiert wird. Wir haben nämlich tatsächlich was besseres zu tun: die nächsten Generationen auf die Welt vorzubereiten, die bei Ursache drei steht.

Diese Ursache ist die pseudointellektuelle Frage nach der Berechtigung von Schulen, wenn eh alles automatisiert und ersetzt wird. Ich habe hier genug zu granularer Gesellschaft und Automatisierung geschrieben, man lese nach. Die Schlussfolgerung gibt es aber auch zum Mitklöppeln: das eigentümliche Menschliche: Kreativität, soziales Verhalten und Innovation lässt sich eben nicht durch Computer nachbilden. Dieses eigentümliche Menschliche entsteht durch Bildung und diese entsteht in einem Diskurs des eigenen Gehirns mit der Welt. Schulen müssen sich die Frage, was wir Leuten beibringen nur stellen, wenn wir, wie der Autor es implizit aus einer bekloppten Perspektive der Ausbildung auf Bildung sehen. Und nur so: schnelles WLAN hat in diesem Land kaum eine Schule, wenn es aufhört reinzuregnen, kümmern sich die Sachaufwandsträger aber gerne drum.

Die vierte Ursache ist eine Verunsicherung. Seien Menschen, die nicht programmieren können bald Analphabeten und braucht es humanistische Bildung, damit man noch Werte hat. Darauf gibt es zwei einfache Antworten: nein und vielleicht. Was man definitiv braucht sind solche plakativen Fragen. Bildung ist eben mehr als Ausbildung, wir brauchen auch weiterhin Leute, die eine überalternde Gesellschaft pflegen, wir brauchen immer noch Leute, die eine Vision der Zukunft haben, die innovativ denken und die kreativ an die Herausforderungen einer Gesellschaft herangehen. Und die Grundlage dafür ist Bildung. Die wenigsten Menschen müssen programmieren können und humanistische Werte zu erziehen ist ihnen zu widersprechen.

Der Autor hat einen armselig verengten Blick darauf, was Schulen leisten sollen und was Bildung ist. Dafür kriegen ich noch ein paar tolle Ratschläge mit: im Saarland lernen Drittklässler programmieren. Nein lernen sie nicht. Wenn das so einfach wäre, wären Programmierer nicht gesucht. Sie lernen Code lesen. Das ist Bildung, keine Ausbildung. Und es bringt keinen Spaß und Weitblick, wenn jemand ein paar Zeilen JAVA kann. Das ist so engstirnig, dass es weh tut.

Dazu wird mir agile management empfohlen, damit ich mal neugierig bin und neues ausprobiere. Das möchte ich dann aber zuerst mit seinen Mittelschicht Bildungsbürgerkindern machen und sehen, wann er mir vor der Tür steht und mir erklärt, dass ich Schule so nicht machen kann. Die Systemfrage wäre hier mal zu stellen, aber was nicht hilft, ist dem hundertsten idiotischen Trend aus der Wirtschaft hinterherzurennen, nur weil das Buzzword so schön ist. Wenn das die Maßgabe für die soziale Institution ist, die Menschen bildet und sozial selektiert, dann ist das vielleicht etwas leichtfertig.

Am Ende des Alphabets – Die Generation Z, die Zukunft und warum sie nicht kommt.

Ich habe Ferien und deswegen Zeit für längliche Artikel. Im ganzen Input, der gerade so über mich drüber fließt, und auch in der Betrachtung meiner Seminarfahrt nach Berlin, will ich mal darüber reden, was wir am Horizont sehen, was wir wissen, das sich bald ändert und warum die aktuelle Generation an Studierenden und Schüler*innen wahrscheinlich an dieser Zukunft scheitern wird.

Die Zukunft der Wirtschaft

Die Automatisierung kommt, wenn sie nicht schon da gewesen ist. Als nächstes sind die ersten white collar jobs dran, die wir gegen neuronale Netze ersetzen. Je rationalistischer und sachbezogener ein Beruf ist, desto weniger braucht man dafür noch Menschen. Je kreativer und sozialer ein Beruf ist, desto mehr braucht man dafür Menschen, doch bezahlt wird dafür umso weniger. Die Religion des Rationalismus frisst sich langsam selbst. aber immerhin macht es Spaß dabei zuzusehen.

Die Zukunft der Gesellschaft

Gleichzeitig fragmentiert sich die soziale Realität immer mehr in kleine Stücke, die durch Algorithmen mit immer den gleichen Informationen versorgt werden und sich damit von einer geteilten medial vermittelten Wirklichkeit immer mehr entfernen. Die Gesellschaft zerfällt also in kleine Teile, die alle nebeneinander stehen, aber nicht mehr mit einer gemeinsamen Realitätserzählung verbunden werden. Jeder lebt in seiner Blase, die schön bequem und gleichzeitig unwirklich ist.

Die Zukunft der Politik

Und damit wird Politik zum Selbstläufer, weil es keinen Sinn mehr macht die einzelnen granularen Gesellschaftsbrocken noch zu fragen. Also wird einfach nach Bequemlichkeit regiert. Solange die meisten Leute keine offensichtlichen Nachteile haben, ist alles okay. Es geht nur noch um Zufriedenheit als Wert, genauso wie in den sozialen Netzwerken. Politik versucht aus der Wahrnehmung zu verschwinden und nur noch Wohlgefühl hervorzurufen. Dabei geht die Idee der Gesellschaftsgestaltung komplett unter. Aber dann, eine granulare Gesellschaft ist auch nicht mehr zu gestalten.

Die Zukunft der Bildung

Setzt dem allen nichts entgegen, sondern forciert es. Es werden einfache formelhafte Lösungen, gesellschaftliche Anpassung und berechenbares Verhalten belohnt. Das Ziel der Bildung wurde für Selektion und Qualifikation aufgegeben und an den Hochschulen wird noch mehr Schule betrieben als an den Schulen. Die Kreativität und Freiheit, die Innovation möglich macht, wird unter Strukturen erstickt, anstatt Lernen freier zu machen, wird versucht es durch Organisation zu zähmen. Die Bildungssysteme sollen Bildung produzieren, aber dieser Gedanke allein macht Bildung unmöglich.

Die Zukunft des Planeten

Es wird über viele Dinge nicht ausreichend diskutiert, weil die überalternden Gesellschaften des Westens kein Interesse mehr an Zukunftsgestaltung haben. Konservativismus erstickt die sozialen, diplomatischen und ökologischen Diskussionen, die wir führen müssten.

Generation Z

Und in diesem Umfeld wächst eine junge Generation auf, der eingeredet wird, dass sie in den jetzt schon versagenden Regeln nur Erfolg haben wird, wenn sie diesen folgt. Dabei wird sie wie keine Generation zuvor mit falschen Aufstiegsversprechen gelockt und mit Existenzverlust bedroht. Uniformität und Anpassung an ein System, das jetzt schon ungeeignet ist Menschen auf die Zukunft vorzubereiten, wird als Allheilmittel gesehen und ist dabei nur ein Cargo Cult, dem sinnlos in der Hoffnung hinterhergerannt wird, dass man das alles noch gesund beten kann. Die Generation Z steckt zwischen Anforderungsüberfrachtung, Zukunftsangst und sinnfreien Ritualen fest und hat Angst sich zu bewegen, weil man da etwas falsch machen kann. Also wird Eskapismus zur größten Aufgabe, lieber noch mal schnell auf Snapchat, als in eine Welt blicken, die einem Angst macht. Irgendwo zwischen Duldungsstarre und Disengagiertheit versuchen den letzten sicheren Job zu kriegen, damit die Eltern nicht meckern.

Noch nie waren Jugendliche so angepasst wie heute, noch nie hatten Jugendliche so viel Angst sich selbst zu verwirklichen, noch nie haben die Alten so gut dafür gesorgt, dass sich Fortschritt nicht mehr durchsetzt und noch nie haben es junge Leute so bereitwillig akzeptiert.

In einem neuen Biedermeier werden Instagramfotos getauscht und sich selbst beweihräuchert, während die Welt um einen herum durch das Missmanagement der Großelterngeneration verrottet. Und während die Generation Y sich noch darüber streitet, welche Soja-Latte jetzt bei gleichzeitiger Umweltfreundlichkeit besser schmeckt und wie sie am besten gegendert wird, ist das der nächsten Generation schon egal, weil die nur noch hoffen kann, dass sie einen Arbeitsplatz bekommt, an dem sie nicht offensichtlich ausgebeutet wird.

Unsere Moderne ist nicht so modern…

Ich habe gerade auf piqd einen Anreißer gelesen, in dem eine Guardian Autorin mit dieser Perle zitiert wird:

We are finally beginning to recognise that sexuality is neither a binary nor fixed. That love, attraction, identity, attachment and sexuality are more layered and interesting than they have been allowed to be represented in public space until now and that as their complexity is opened to us the crudity of realising you were always gay or always straight is for many people a nonsense.

Dazu fiel mir dann mal wieder auf, wie selbstbesoffen diese Diskussion geführt wird. Das hat zwei Gründe:

Zum einen wird davon ausgegangen, dass irgendwelche avantgardistischen Diskussionen in irgendwelchen Zeitungen ((Oder solchen Blogs hier…)) irgendeine Relevanz für einen Großteil der Welt haben. Das trifft nicht einmal für die Gesellschaften zu aus denen die Beiträge stammen. Im abgehängten Viertel irgendeiner Stadt interessiert es niemanden, dass wir jetzt Sexualität und Partnerschaft so komplex sehen, wie sie sind. Dort wird das nur gelebt. Teilweise in aller Privatesse, aber auch öffentlich. Geredet wird darüber nur in Medien, die jetzt mitbekommen, dass der Zeitgeist gegen die, von ihnen produzierten, Normalitäten weht. Da müssen jetzt Sachen öffentlich diskutiert werden, die soundso stattfinden, und deren mangelnde Öffentlichkeit hauptsächlich mit den selben Gatekeepern zu tun hat, die das jetzt als Thema entdecken.

Zum anderen ist das doch gar keine neue Erkenntnis. Sie wurde nur bisher nicht von gesellschaftlich als relevant angesehenen Medien ausgesprochen. Jedenfalls seit ungefähr 200 Jahren nicht mehr. Vorher war es eher so normal, weil die sozialen Kreise kleiner waren und damit auch permissiver, wenn es darum ging Abweichungen in ihrem Inneren zu erdulden. Diese Permissivität würde irgendwann mal gegen die Anonymität der Stadt ersetzt, aber dass Liebe und Sexualität komplex sind, ist nur eine Neuigkeit für die Moderne, wie sie medial verbreitet wird. Und diese orientiert sich in ihrer Modernitätserzählung spätestens am 19. Jahrhundert. Nur wurde da schon einiges an gesellschaftlichem Liberalismus durch Konventionen ersetzt, die dann später ernst genommen wurden. Was vorher war, können wir nur an wenigen Artefakten nachweisen, die von engen Bevölkerungsschichten mit konkreten Absichten erstellt wurden. Dementsprechend ist es vielleicht gewagt davon zu reden, dass in der Öffentlichkeit Sexualität und Geschlecht noch nie so offen verhandelt wurden. Wir wissen nicht, wie das so vor 1000 Jahren war und damit ist die Aussage doch etwas gewagt.

Man sollte sich vielleicht weniger auf die eigene Modernität etwas einbilden als sich die Frage zu stellen, warum Dinge für unsere Gesellschaft außergewöhnlich sind, die in anderen Kulturkreisen und Zeiten vielleicht schon total normal waren, bevor wir sie kolonialistisch wegmcdonaldisiert haben.