Archiv der Kategorie: Politik

HCH008 AfD Grundsatzprogramm Besprechung 8 - Schule, Hochschule und Forschung

Die AfD zur Bildung. Sagen wir’s mal so, ich sehe das alles anders.

HCH007 AfD-Grundsatzprogramm Besprechung 7 - Kultur, Sprache und Identität

Das berühmte „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ Kapitel.

HCH006 AfD-Grundsatzprogramm Besprechung 6 - Familien und Kinder

In diesem Kapitel kann man dann die konservative Pastorale sehen, die von der AfD herbeigesehnt wird.

HCH005 AfD-Grundsatzprogramm Besprechung 5 - Arbeitsmarkt und Sozialpolitik

Auch über die Sozialpolitik wurde schon viel geredet. Hier noch einmal am Text orientiert.

HCH004 AfD Grundsatzprogramm Besprechung 4 - Außen- und Sicherheitspolitik

Es geht weiter mit der Außen- und Sicherheitspolitik.

HCH003 AfD Grundsatzprogramm Besprechung 3 - Innere Sicherheit und Justiz

Da ist dann Kapitel 3 Innere Sicherheit und Justiz. Es wird eher abstrus. Ich bitte auch Juristen sich das anzusehen, weil die das noch besser beurteilen können.

HCH002 AfD Grundsatzprogramm Besprechung 2 - Euro und Europa

Es geht weiter mit Euro und Europapolitik. Nicht viel neues hier.

Shownotes:

Subsidiaritätsprinzip

Subsidiaritätsprinzip in Deutschland

 

HCH001 AfD Grundsatzprogramm Besprechung 1 - Demokratie und Grundwerte

 

Mit schön deutsch-sperrigem Namen gibt es jetzt zum Anhören meine Besprechung des AfD Grundsatzprogrammes. Ich mache das Kapitel für Kapitel, damit es nicht zu lang wird.

Zugrunde liegt der Text des Leitantrags zum Grundsatzprogramm, der auf dem Parteitag verwendet wurde. Ich lasse Minderheitenvoten weg.

Shownotes:

Gewaltenverschränkung im Überblick

Grundprinzipien des Staates

Digitale Geräte und Unterricht – wir könnten auch einfach aufgeben…

Es sind wieder Abiturprüfungen im Lande und damit fängt wieder einmal der archaischste Leistungstest an, den wir im Bildungssystem zu bieten haben. Alles bitte handschriftlich, in ewig langer Zeit aufgeschrieben, streng reglementiert. Wäre nicht bewiesen, dass Schulabschlüsse an sich immer wertloser werden, man könnte dem Ritual fast glauben.

Dazu gehört auch, dass natürlich alle digitalen Geräte verboten sind. Dieselben Schülerinnen und Schüler, die die moderne Didaktik mit Webquests, produkt- und handlungsorientierten Methoden total eigenständig, aber komplett geplant, lernen lassen möchte, sitzen am Ende ihrer Schullaufbahn in Reihen und schreiben aus dem Kopf Wissen auf toten Baum. Da wird dann natürlich das Smartphone verboten, man könnte sich ja AM WISSEN DER FUCKING WELT BEDIENEN ANSTATT ES FÜR VIER STUNDEN NUTZLOS IM HIRN RUMZUTRAGEN! Und jetzt kommen die Smartwatches! Und die müssen auch verboten werden.

ODER: Wir könnten auch einfach aufgeben…

Und mal was Neues(™) machen. Zum Beispiel mal die großen Fragen stellen… wie es Sugata Mitra vormacht und damit zeigt, dass Kinder mit Computern nicht dümmer, sondern emanzipierter werden. Wir könnten einfach mal Abiturfragen stellen, für die wir selbst keine vorgefertigten Antworten haben und wir könnten den Prozess bewerten, mit dem Schülerinnen und Schüler dort ankommen.

Die Abschottung der Schule gegenüber dem Digitalen hat schon Jöran Muuß-Merholz in seinem Talk auf dem 28c3 thematisiert. Das war vor 5 Jahren! Da hat sich nix geändert, aber vieles verschlechtert. Wenn wir jetzt einfach aufgeben und sagen:“Okay, diese Computer und dieses Internet geht nicht weg.“ ((Total unbeliebt, man frage mal die Medienleute oder Politiker…)), dann könnten wir wieder das machen, was da draußen an den Schulen und Universitäten dransteht: Bildung.

Also, wie wäre es, wenn wir da einfach aufgeben… es tut nicht weh…

Ein kleines Detail zur Beschulung von Flüchtlingen…

Okay. Das hier geht schnell, aber ist wichtig:

Ich hab letztens mit meiner Flüchtlingsklasse das Grundgesetz besprochen, weil es ja auch für sie wichtig ist und dabei habe ich auch darauf hingewiesen, dass sie bestimmte Grundrechte (leider) nicht haben. Eines dieser Bürgerrechte ist sehr spannend in seiner Konsequenz für die Zukunft dieser jungen Leute in unserer Gesellschaft:

Art. 12

(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.

(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.

(3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig.

Das habe ich zwar irgendwie immer gewußt, aber denke da nicht aktiv dran. Die freie Berufswahl und Ausbildungswahl ist ein Bürgerrecht. Das bedeutet, dass der Staat allen jungen Menschen mit ausländischem Pass vorschreiben kann, welche Berufe sie erlernen. Sie haben nicht die Freiheit sich das selbst auszusuchen.

In der Praxis heißt das, dass viele dieser Menschen schulische Berufsausbildungen bekommen ohne eine gesicherte Zukunftsperspektive zu haben und dass diese vom Staat für sie ausgesucht werden können. Das bedeutet, dass sie vielleicht aus einer Auswahl wählen können, aber auch nur ein beschränktes Angebot erhalten können.

Ich hätte übrigens gern jemanden, der das mal nachrecherchiert… danke.