Quarriors! Quarmageddon! Spiel Review

Auf dem letzten Spieleseminar des Neulandhauses habe ich Quarriors! und die Erweiterung Quarmageddon kennengelernt. Da es mir so gut gefallen hat, dass ich schon Geld auf es geworfen habe.

Spielkonzept

Das Spielkonzept ist ähnlich Spielen wie Dominion oder Thunderstone. Man baut ein sogenanntes Deck aus Monstern auf, die dann gegeneinander kämpfen und für einen Siegpunkte erkämpfen. Der Unterschied zwischen Quarriors und den genannten Spiele ist, dass bei Quarriors die Monster keine Karten sondern Würfel sind. Das bedeutet, dass man diese wunderbare Kiste voller Spezialwürfel erhält.

Quarmageddon Kiste

Spielaufbau

Da die Würfel natürlich nicht so einfach ausgetauscht werden können, entsprechen sie gleich mehreren Monstern des gleichen Typs. So gibt es jeweils eine normale, starke und mächtige Version des jeweiligen Monsters. Die Monster sind für alle Spieler gleich zugänglich und werden durch Zaubersprüche und ein paar grundlegende Würfel ergänzt. Ist das Spiel dann einmal aufgebaut sieht es so aus:

Quarmageddon Spielaufbau

Die Spieler haben ein paar Würfel mit Mana und einfachen Monstern und können dann Monster erwerben, wenn sie gegen einander antreten. Eine Runde besteht aus dem ziehen von sechs Würfel, ihre Aktivierung durch Würfeln und dem Setzen dieser Würfel gegen die anderen Spieler. Monster kämpfen in dem man die Werte auf den Würfeln miteinander vergleicht. Überlebt ein Monster alle anderen Spieler erhält man Siegpunkte. Der Spieler, der zuerst die angegebene Menge an Siegpunkten erhalten hat, gewinnt.

Die unterschiedlichen Eigenschaften der Monster und Zaubersprüche sorgen für ein wiederholbares und komplexes Spielerlebnis. Da das Spiel einen großen Raum für strategische und taktische Überlegungen hat, ist es auch langfristig gut spielbar und hat auch genug Tiefe um für erfahrene Spieler nicht langweilig zu werden.

Fazit

Ich habe sehr viel Spaß mit dem Spiel gehabt. Es ist kompetitiv und vielschichtig und hat gegenüber Tradingcardspielen den Vorteil, dass man nicht sehr viel Geld dafür ausgeben muss, sein Deck zu verbessern. Die Möglichkeiten sind vielfältig, aber innerhalb des Spiels und seiner Add-ons abgeschlossen. Mehr als die Monster, die es gibt, gibt es eben nicht. Das macht zwar das Spiel berechenbar, aber auch fair für alle Spieler.

Das Spiel ist ausreichend schnell, auch wenn man mit vier Spielern spielt, besonders, wenn diese das nicht zum ersten Mal tun. Gerade Spielern, die strategische Spiele bevorzugen, wird Quarriors und Quarmageddon viel Spaß machen.

7 Gedanken zu „Quarriors! Quarmageddon! Spiel Review

  1. Christian N. Hofmann

    (Klapperndes Geraeusch wie von treppenfallenden Menschen) Uh! Oh! Ah! Au! (Automatenstimme: “Um weitere Kollateralschaeden zu vermeiden, ersetzen Sie Magic und Yugioh bitte durch Dominion und Thunderstone”)

    Antworten
    1. advi Beitragsautor

      Naja, ich kenne Thunderstone und Dominion nur aus der Ferne. Meines Wissens ist Dominion eher eine Wirtschaftssimulation als ein deckbuilding game. Von Thunderstone kenne ich nur die Verpackung. Ich ersetze die gerne, wenn mir klar ist, dass die mit Quarriors vergleichbar sind.

      Antworten
  2. Christian N. Hofmann

    Gut… das Spielprinzip von Magic/Yugioh: Man waehlt aus einer ziemlich erschlagenden Masse aus Karten (bei Magic weit ueber 10.000) einige aus, und bestreitet danach mit diesen das Spiel.
    Das Spielprinzip von Dominion: Das Spiel besteht daraus, dass man sein vorgegebenes Startdeck mit Hilfe einer ueberschaubaren Teilmenge aller Karten (immernoch ueberschaubar – etwa 100) moeglichst sinnvoll vergroessert. Gerade dieses System wurde von Thunderstone, Nightfall, Ascension und eben auch Quarriors kopiert…
    Dass Dominion und Thunderstone eher stimmen als Magic und Yugioh belegt u.a. auch die folgende Seite, die erstere beiden zusammen mit Quarriors listet: http://deckbuildinggames.com/

    Antworten
    1. advi Beitragsautor

      Ich danke. 😀 Ich werde das mal im Text ändern. Ich hab da nicht wirklich ein Problem mit. Yu-Gi-Oh ist eh etwas, was man nicht zwingend verlinken will. Die beiden Spiele habe ich halt nie gespielt. Sollte ich mal? Dominion hat so etwas den Ruf dein Leben zu essen.

      Antworten
      1. Christian N. Hofmann

        Mh, eigentlich gilt: “Kennst Du eines, kennst Du alle.” Dominion ist noch das “langweiligste” der vielen Deckbauspiele, weil man da wirklich nur Karten sammelt. Bei Thunderston ist der Fluff ein wenig interessanter (Dungeon in der Naehe, dessen Monster das Dorf zu ueberfallen drohen), und der Mechanismus Siegpunkte-durch-Monster-toeten erweitert das Spielprinzip doch ziemlich gut. Die beiden liefern sich aber weiterhin fleissig ein Rennen, wer die meisten Erweiterungen rausbringt…

        Nightfall hat eine interessante Art, die Karten ins Spiel zu bringen (“Chaining” – man bildet eine Kette aus verschiedenen Effekten), und ist vom restlichen Spiel am aehnlichsten zu Quarriors (man spielt Kreaturen in einen eigenen Bereich aus, die eine Runde ueberleben muessen, damit man den anderen moeglichst viele Wunden zuteilen kann, wer am wenigsten Wunden hat gewinnt).

        Antworten
        1. advi Beitragsautor

          Das mit den Erweiterungen zeigt dann aber auch, dass es da Warhammer-eske Geschäftsmodelle gibt. Immerhin ist es in sich abgeschlossen.

          Aber gerade die Würfel machen das ja schon toll. Ich bin schwer versucht die restlichen Erweiterungen auf englisch nachzukaufen. 😉

          Und von dem was du da sagst, eher Thunderstone. Das kriege ich soundso im Dezember zu sehen.

          Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.