Unterwegs

Bamberg fing heute morgen kalt an und entwickelt sich gerade in Richtung Frühling. Immerhin: Ende der Woche ist Sommer, schön dass das Beachtung findet.

Auf dem Weg in die Stadt begegnet dir dann deine verwirrte Bankberaterin, die du später noch mit den Auswirkungen von zu viel Freizeit beehrst. Sie lässt du links liegen und beachtest das Volk nicht mehr, dass da so stupide rumsteht.

Klopapier braucht es für den Verein und Spezialsalz, die fünf Minuten später in den kalten Vereinsräumen deponiert werden und die Ouvertüre zu einem ruhigen Spaziergang durch unbekannte Gassen sind.

Dann auf den Kanal blicken und die Liebesschlösser verachten. Warum tut man das? Gibt das irgendwelchen Halt? Und: wieviele weinende Männer standen hier schon nachts mit einem Bolzenschneider oder dem heimlichen Zweitschlüssel?

Von einer Eigenartigkeit zur nächsten. Der künstlich fröhliche, übergriffige Malteser Werber möchte erst wissen wer du bist, bevor er versucht die Geld abzunehmen. Verzweiflung ist eine gute Droge, manchmal betäubt sie sogar Selbstachtung und Menschenkenntnis. Man sieht ja an den besten Tagen nicht fröhlich und positiv aus. Hat er nicht gemerkt.

Einmal die Straße hoch, einmal runter und jetzt gutes Essen. Die Sonne scheint immer noch. Hoffentlich regnet es dann noch, damit wenigstens etwas Fröhlichkeit weggespült wird.

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