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Projekte 2017

So, das neue Jahr hat begonnen und ich habe noch keine Projekte ausgerufen. Das passiert dann mal jetzt. Wie 2016 ist es alles etwas im Fluss, aber mal sehen.

Fotografie

Da fängt es im Frühjahr vielversprechend an. Ich werde einen happyshooting Workshop besuchen. Es geht darum Menschen besser zu fotografieren, also etwas, was ich bisher sehr selten gemacht habe. Dann werden sich hoffentlich dieses Jahr noch sonstige Möglichkeiten ergeben.

Infinity

Da geht es weiter wie bisher: die Armee wird erweitert und vielleicht kommt gegen Ende des Jahres noch Terrain hinzu. Das Vorhaben eine Platte mit den richtigen Abmaßen zu besorgen bleibt auch im Auge.

Rollenspielerei

Da jetzt einfach ein monatlicher One-Shot ausgerufen und hoffentlich auch gespielt.

Die Küche

Ich habe eine neue Küche im Anlauf, und hoffe dass sich da auch was kulinarisch tut.

Podcasterei

Die Schulsprecher sind am Laufen, es befinden sich noch andere Projekte im Anlauf. Aber da gilt erst Ei dann Gack.

Projektupdate – Infinity

So, es tut sich mal wieder etwas an der Front der eigenartigen Zinnminiaturenspiele. Ich habe mir dieses Jahr vorgenommen, jeden Monat 30€ für Miniaturen und sowas zurückzulegen. Dafür habe ich jetzt mal meine Startarmee erweitert.

Ich spiele immer noch die Nomaden, die laut der Hintergrundgeschichte rebellische Außenseiter sind. Sie sind diejenigen, die gerne dagegen sind und der KI, die den Rest der Menschheit kontrolliert, absolut misstrauen. Aus spielerischer Sicht, haben sie sehr gute Medium Infantry, die besten Hacker und sehr spannende Roboteinheiten. Das bedeutet auch, dass man sich sehr gut mit Tricks am Gegner abarbeiten kann, aber es vermeiden sollte rohe Gewalt anzuwenden, da sind irgendwie andere Leute besser.

Die neuen Einheiten zeigen das auch irgendwie, anstatt die großen bösen Kampfroboter, habe ich mir Medium Infantry zugelegt, die den Gegner böse überraschen kann und kleine Kampfroboter, die flexibel einsetzbar sind zusammen mit den spezialisierten Hackern.

Die Miniaturen sehen sehr gut aus, sind allerdings noch nicht bemalt, also führe ich hier lieber mal nichts vor.

Alles in allem, bin ich spielerisch sehr zufrieden und habe langsam ein Gefühl für meine Fraktion und auch die Regelfeinheiten entwickelt.

Projektupdate Infinity

So, wir haben mittlerweile genug Terrain und Miniaturen zum Infinity spielen zusammen und ich bin göttlich am Verlieren die meiste Zeit. Damit habe ich nicht wirklich kein Problem, wobei ich leider noch nicht auf einem großen Tisch spielen konnte. Und da sind wir dann auch schon irgendwie beim Thema.

Nachdem es genug Papierterrain gibt, um den Tisch zu füllen, kommt jetzt der Bastelteil. Der Backspace hat glücklicherweise nicht nur einen 3D-Drucker, sondern bietet auch die Möglichkeiten Miniaturen zu bemalen und vielleicht längerfristig auch Spaß mit einem Lasercutter zu haben. Die Bastelseite des Hobbys gewinnt also an Fahrt.

Dann muss ich nur noch anfangen taktisch schlau genug zu sein und zu gewinnen.

Projekte 2015

So, natürlich gibt es auch 2015 wieder Projekte, damit ich für mich Ziele formuliere, die ich einhalten möchte. Ein paar sind Fortführungen von 2014, ein paar sind neu. Die Größe variiert auch stark.

Fotografie

Wie man gleich sehen wird, wird es dieses Jahr sicherlich genug Anlässe geben meinen Flickr Account weiter zu füllen. Dieses Ziel bleibt bestehen. Mal sehen, was ich dieses Jahr noch vor die Linse kriege. Ich lege mich da mal weniger fest.

Sonnensegel

Letztes Jahr habe ich mir Gartenmöbel und Grill für die Terrasse zugelegt und dabei festgestellt, dass ich eine schöne sonnige Terrasse habe. Will heißen, dass ich sehr oft in der Sonne saß ohne Schutz und das ist dann doch unangenehm im Sommer. Also möchte ich mir ein Sonnensegel über die Terrasse spannen. In der zum Wohnzimmer passenden Modefarbe Orange soll es an Stahlseilen über der Terrasse hängen und dadurch flexibel und cool sein. Leider kosten Custom Sonnensegel etwas Geld, aber ich denke, dass es sich lohnen wird.

Infinity

Ich habe mit Infinity angefangen und dieses Jahr wird es weitergehen. Am Ende des Jahres soll eine Armee der Nomads stehen, mit der ich verschiedene Strategien verwirklichen kann. Dazu muss auch Terrain für einen Spieltisch beschafft und gebaut werden, da Infinity sehr viel Gebäude und Terrain braucht um gut spielbar zu sein.

Rollenspielcon

Wir haben beschlossen eine neue Rollenspielcon zu machen, also machen wir wieder eine im Oktober. Ich werde früher mit Planungen anfangen und damit hoffentlich mehr Leute anlocken können. Das Gemeindehaus ist ideal für so eine Vorstellung und es wird hoffentlich besser besucht dieses Jahr.

Kurzreisen

Ich will wieder durch die Gegend reisen, weil es gut tut. Die Sommerferien sind schon mit dem nächsten Spiegelstrich belegt, aber ansonsten wird es die eine oder andere kleine Reise geben. Je mehr desto besser. Nachdem Ostern mit der Schulfahrt nach London belegt ist und Pfingsten voller Fachabitur sein wird, werde ich versuchen mehr über Wochenende und so weiter zu tun. Mal sehen, wie das geht. Ich bin übrigens auch besuchbar, wenn man lieb fragt!

Boston

Ja, ich habe einer lieben Freundin versprochen nach Boston zu fliegen und sie zwei Wochen von der Arbeit abzulenken1. Ich werde also, so das alles klappt die USA bereisen und zwei Wochen lang rottiges British English in die Gesichter von Amerikanern sprechen.

Das sind die Projekte für 2015. Viel zu tun, viel, das eben nicht Arbeit ist und das ist gut so.

  1. Was ich nicht schaffen werde… []

Projekte 2014 – Endabrechnung

Ich hatte mir für dieses Jahr verschiedene Projekte vorgenommen und es wird Zeit mal zu schauen, wie es denn damit so gelaufen ist.

Naturfotografie

Das lief erstaunlich gut. Die Menge meiner Fotos, die irgendwie ansehnlich sind, sind auf meinem Flickrstream zu finden. Nebenbei wurde ich mit Hipstamatic angesteckt. Das war also alles sehr erfolgreich.

Infinity

Ich habe tatsächlich angefangen und sogar schon eine Miniatur bemalt. Das neue Regelbuch ist draußen und ich habe das neue Starterpaket gekauft, sowie schon Mitspieler. Läuft.

Rollenspielcon

Hat stattgefunden, war leider weniger besucht als gewünscht, aber wir werden das wohl wieder tun. To be continued…

Kurzreisen

Ich war in Wien. Die Fotos finden sich auch im Flickrstream. Das lief ganz gut.

Und nun?

Neue Projekte werde ich mir bald ausdenken.

In der finsteren Zukunft gibt es nur weiße Männer…

Die Frage der Inklusion von Geschlechtern hat im Spielzeugmarkt schon viele Debatten ausgelöst. Große Ziele waren die Überraschungseier für Mädchen1

Doch da gibt es noch Bereiche, in die bisher kaum gesehen wurde. Neben den eher bekannten Formen von Spielwaren gibt es auch noch Randbereiche der Spielwaren. Am ehesten der Masse bekannt sind die Sammelkartenspiele2 Diese zeichnen sich durch eine hohe Anzahl an männlichen Spielern aus und verschlingen erstaunlich viel Geld. Sie sind aber nicht mein Hauptthema.

Das sind die noch interessanteren Miniaturenspiele. Diese Spiele basieren auf den Zinnsoldaten, die früher für Schlachtplanungen verwendet wurden und stellen heute komplexe Schlachtsimulationen dar, die auf gestalteten Spielfeldern3 mit detaillierten Regeln gespielt werden. Das Geschäftsmodell der Spielehersteller basiert dabei darauf, zum einen die Miniaturen zu verkaufen und aber auch die Regeln zu gestalten. Das führt gerade beim Marktführer Games Workshop dazu, dass die Miniaturenverkäufe über die Regeln gesteuert werden. Zum Miniaturenspiel gehört neben Regeln und Miniaturen zur Schlachtsimulation auch eine Hobbykomponente, da die Miniaturen und Schlachtfelder von den Spielern selbst gebastelt werden müssen. Diese Mittel werden zumeist auch von den entsprechenden Firmen verkauft.

Die Kundschaft von diesen Miniaturenspielen und auch den entsprechenden begleitenden Medien4 ist aber primär weiß, mittelschichtig und männlich. Das kommt natürlich daher, dass mit diesen Spielen viele typische “Jungentätigkeiten”5 bedient werden:

  • handwerkliches Arbeiten
  • taktisches Verständnis im Kampf
  • Wettbewerb

Das ist erst einmal okay so, da es irgendwie historisch gewachsen und auch der Effekt eines sozialen Prozesses ist. Allerdings sollte es auch möglich sein, dass diese Spiele mehr Menschen in ihren Bann ziehen. Ich kenne durchaus junge Frauen, die lieber basteln als ich, warum also nicht? Nunja, es gibt wenig bei diesen Miniaturenspielen, das Frauen oder aber auch nur  anspricht. Gerade bei den Systemen von Games Workshop gibt es eigentlich nur eine Fraktion, die aus Frauen besteht und diese wird immer wieder gerne marginalisiert und ist sogar in den Regelbüchern Opfer von blutigen Gemetzeln geworden. Nur um das mal kurz klar zu machen: GW hat mindestens 60% des Marktes weltweit und ist die klassische Einstiegsdroge für diese Spiele. Neue Spieler werden also an eine düstere Sci-Fi oder Fantasywelt herangeführt, in der Rasse keine Rolle spielt und Frauen nur als Opfer stattfinden. Es werden also Produkte produziert die stereotypisch auf die hauptsächliche Käuferschaft abzielen anstatt Produkte zu kreieren, die den Markt öffnen können.

Doch es gibt da auch schon Licht. In anderen Spielsystemen haben Frauen eine größere Rolle. Das Spiel Infinity, das ich selbst spiele, hat etliche starke Frauenrollen und obwohl es durch seine mangaeske Gestaltung und die teilweise vorhandenen Pin-Up Model Miniaturen durchaus klischeehafte Frauenbilder hat, finden sich eben auch starke eigenständige Frauen und sogar Einheiten, deren ganze Geschichte auf radikalem Feminismus beruhen. Es gibt sogar variable Frauenbilder zu finden in solchen Spielen wie Carnevale. Dort findet man auch alte oder beleibte Frauen. Dasselbe gilt für das Steampunkspiel Wolsung, in dem man Frauen findet, die Wissenschaft betreiben und für die man neben der sexy Miniatur auch eine findet, die nicht halb nackt ist. Was alle diese Spiele dazu noch hervorhebt ist, dass es hier auch eine mehr oder minder beschränkte kulturelle Vielfalt unter den Fraktionen gibt. Es gibt eben neben weißen Männern auch Massai, Asiaten oder Katzenwesen.

Trotzdem bleibt festzuhalten, dass die Sensibilitäten dieser Spiele sehr stark von dem Eindruck bestimmt sind, dass die Zielgruppe aus weißen Männern mit anglo-amerikanischem6 Hintergrund besteht. Dabei sind diese Spiele eigentlich ein tolles Hobby für jeden. Sie sind sozial, interaktiv, handwerklich und kognitiv fordernd. Ich würde mich freuen, wenn mehr Mädchen ihre Riot Grrlz losschicken um den Jungs in den Arsch zu treten. Doch dafür müssten sie diese erst einmal finden und den Mut besitzen in die leicht abgestandenen Gamerhallen zu gehen, die sehr oft diese maskulin-abschreckende Aura haben, die ihnen aus zuvielen Jahren geschlechtlicher Monokultur aufgeholfen wurde.

Vielleicht sollten wir mal Mädchengamertage machen…

  1. Persönliche Anmerkung: die haben doch nen Knall!) oder aber Legos Diversifikation in Jungen und Mädchenlego ((Die auch! []
  2. Yu-Gi Oh, Pokemon, Magic the Gathering sind hier bekannte Vetreter. []
  3. Tabletops []
  4. primär Internetforen und Magazine []
  5. Ey, ehrlich. Ich spiele sowas jetzt wieder, mir graust es vor dem Gebastel leicht. Ich war da nie wirklich gut. []
  6. Ich fühle mich als Deutscher zum Beispiel mit vielen 2. Weltkriegsspielen nicht wohl. Hier wird halt auch die Seite glorifiziert, die zwar meine ist, die ich aber wirklich verabscheue. []