HCH028 Advi liest: Charles Stross - Halting State

Ich habe Halting State von Charles Stross gelesen und spreche mal darüber. Wie immer, eher sprechendes Denken anhand eines Werkes.

Shownotes

HCH027 Advi liest: Thief of Time

Ich habe Zeit an den Händen und lese Thief of Time von Terry Pratchett. Und weil ich das Buch sehr mag, bespreche ich mal die, für mich, wichtigsten Inhalte, die es so in diesem Buch gibt. Es wird gespoilert, aber das Ding ist relativ alt. Wenn ihr es noch nicht gelesen habt, dann lest es lieber vorher.

Shownotes

Blogeintrag zu Moralischem Handeln

WMDEDGT Juni 2018

Es ist mal wieder soweit…

Heute ist sogar mal halbwegs spannend. Ich fiel aus dem Bett, ging mit dem Hund frühstückte erfolgreich. Dann ging es zur Schule, und zur Besprechung meiner Nachkorrektur in der nicht klar war, wer der „good cop“ und wer der „bad cop“ ist.1

Nachdem das erledigt war, ging ich dann mal meinem Berufe nach und war diesmal auch mit der Geschichtsstunde zufrieden.

Dann sprang ich ins Auto und ab zur Tätowiererin um den Rücken fertig stellen zu lassen. Ich habe da immer noch Problemchen mit der Bluterei, aber es klappte alles und ich bin endlich fertig und alle Beteiligten mit dem Ergebnis zufrieden.

Dann ging es heim und gleich darauf wieder los mit dem Tiere, das es sehr genoss im Teich zu baden und mir meine Wohnung einzunässen, in dem sich zum Schütteln extra noch einmal hereinbegeben hat. (FLOCKEEEE!!!)

Der Abend wird entspannt auf der Terrasse verbracht werden… 

  1. Technisch gesehen ist der Nachkorrektor eher der bad cop. []

Ein Blick in den Rollenspielschrank

Mir kam gerade der Gedanke, dass ich ja mal über den Rollenspielschrank schreiben könnte, den ich so besitze.

Rollenspiel? Wasn das?

Rollenspiel, auch RPG1, ist eine Art von Spiel, bei der mehrere Menschen im Dialog gemeinsam ein Abenteuer erleben. Dabei füllen die SpielerInnen die Rollen von Charakteren aus, und die SpieleiterIn, stellt das Universum dar und hat eine Idee wohin sich die Geschichte, die sich da im Dialog entwickelt gehen soll, wie sich andere Figuren (NPCs)2 verhalten. Diese Spiele finden immer in bestimmten Welten statt und haben meist ein Spielsystem, das relative Erfolgswahrscheinlichkeiten von Handlungen abbildet, um Willkür der SpielerInnen vorzubeugen. Wie das geschieht, wieviel Freiheiten es da gibt und so weiter hängt direkt vom System ab.

Der Schrank

Ich habe über die Jahre des aktiveren Spielens das eine oder andere Rollenspiel angesammelt und werde die mal alle vorstellen. Dazu werde ich sie nach Genre sortieren…

Fantasy

Das Fantasy Genre hat grundsätzlich einen historischen Anstrich. Es gibt meist Magie und keine moderne Technologie. Die Standardvorstellung basiert auf Tolkiens Herr der Ringe, aber da gibt es natürlich viel mehr, vor allem auch außerhalb Europas.

Arcane Codex

Arcane Codex begann als eine Art Fanprojekt und ich war damals dabei. Deswegen bin ich im Besitz der ersten Edition mit dem brachialen Spielleiterband. Es gibt mittlerweile die dritte Edition des Werkes, aber ich denke das Prinzip ist dasselbe: einmal alles, was sich so in Fantasy vorgestellt werden kann, auf einen Kontinent, viele Regeln mit viel Flexibilität und los geht’s. Wenn jemand tatsächlich mal klassische Fantasy mit mir spielen wollen würde, wäre dies meine einzige Option und ich müsste den Kram erstmal wieder lesen.

Legends of the 5 Rings

Es war immer ein Traum von mir dieses Spiel zu besitzen. Legends of the 5 Rings ist eines der herausragendsten Rollenspiele. In einer Fantasyvariante des historischen Japans (Rokugan) spielt man einen Samurai. Neben den politischen Intrigen und den Dämonen, muss vor allem das tägliche Leben nach dem Bushi Kodex überlebt werden. Denn wenn der Charakter entehrt wird, heißt es Seppuku und neu anfangen. L5R ist legendär für sein unheimlich tödliches Kampfsystem, das schnelle Kämpfe dank schnellsterbender Figuren garantiert.

Qin – The Warring States

Im antiken China angelegt ähnelt sich Qin etwas L5R. Allerdings wird hier mehr wert auf die Wuxia Techniken gelegt. Das Würfelsystem ist verspielt und die Charaktere sterben einem nicht die ganze Zeit durch rituellen Selbstmord dahin. Dafür ist das China der Warring States eine wirklich harte Welt. Angelehnt ist Qin am Ende an Filme wie Crouching Tiger, Hidden Dragon und Hero. Das Spielsystem gibt dann auch genau diese Kampfstile her. Es ist durchaus spaßig, wenn ich es auch zuwenig spiele.

Steampunk und Ähnliches

In Steampunkwelten existiert keine Elektrizität und damit werden alle industriellen Anwendungen primär durch Dampf angetrieben. In diesen Bereich fallen bei mir auch generell Rollenspiele, die einen viktorianischen Anstrich haben.

Opus Anima

Ach… Opus Anima. Was gibt es da nicht zu lieben an diesem Buch. Der Hintergrund ist unheimlich spannend, die Welt toll und erstaunlich. Es werden Aliens mit einer zerbrochenen Welt und seelenbestohlenen Charakteren kombiniert. Es klingt alles so toll, und sieht noch toller aus. Und dann versuchst du eine Runde zu spielen und stellst fest, dass eigentlich nur das brachiale Konstruieren von Situationen dazu führt, dass da was passiert. Es ist ein sehr schönes Buch, ein unheimlich gute Idee und ein Spiel, das bisher nicht für mich funktioniert hat.

Unhallowed Metropolis

Unhallowed Metropolis wiederum… tut so viel mehr. Die Zombies kriechen zur Zeit des Viktorianismus aus den Gräbern und 300 Jahre später ist alles irgendwie immer noch viktorianisch, voller Ruß, Dreck und allem was im Horroralmanach so steht. Das wird kombiniert mit jungen Frauen mit Kampfkorsage, Gasmaske und Flammenwerfer. Man kann einmal durch jeden klassischen Horror in einer frischen Sicht durchspielen. Ein Spiel mit viel Potential, dass ich auch immer mal wieder gerne spiele.

Science Fiction und Space Opera

Science Fiction spielt irgendwo in der Zukunft und unterscheidet sich von Space Opera dadurch, dass generell versucht wird, Technologien glaubwürdig darzustellen. Space Opera nimmt es da nicht ganz so wichtig, dafür werden hier die großen Geschichten erzählt.

NOVA

Ich lernte den Autor von NOVA auf der Leipziger Spielemesse persönlich kennen und habe glaube ich sogar eine Edition ohne ISBN hier rumliegen. Das Spiel bietet innovative Aliens, sehr viel System um wirklich alles zu gestalten und eine riesige Welt. Es ist für mich immer noch das ideale Sci-Fi Spiel, wenn man Science Fiction richtig ernst meint. Okay, und die kommunistischen Echsenmenschen sind halt auch echt der Brüller.

Serenity – RPG

Ich hoffe für euch, dass ihr Serenity oder Firefly kennt, eine sehr kurzlebige, aber sehr gute Fernsehserie von Joss Whedon. Es ist Western im Weltall und damit eher Space Opera. Die Charaktere sind quirky, die Welten auch, sogar Spielsystem ist strange. Ich habe es noch nie gespielt, aber würde auch mal gerne.

Cyberpunk

Im Gegensatz zum Steampunk geht es im Cyberpunk ohne Elektrizität gar nicht. Globale Großkonzerne haben hier die Herrschaft über eine meist eher kaputte Welt voller modifizierter Straßencowboys und anderer abgewrackter Gestalten. Alle kämpfen gegeneinander ums Überleben, während die wenigen Reichen alle Strippen ziehen.

Cyberpunk 2020

Das Spiel, das wie das Genre heißt. Die Referenzimplementation sozusagen und sie hält, was sie verspricht. Es ist alles am Arsch, man kann sich zum Roboter umstylen lassen oder zum lebendigen Sexspielzeug. Konzerne jagen sich gegenseitig mit bewaffneten Truppen wichtige Angestellte ab. Fast wie heutzutage, nur mit lustigen Computern, die 1980 noch krass klangen.

Shadowrun

Shadowrun, das DSA und D&D der Zukunft. Eines der beliebtesten Systeme, das es so gibt. Und warum auch nicht, immerhin vereinigt es die abgefuckte Grittyness einer Cyberpunkzukunft mit Magie, Orcs, Trollen und Drachen. Eine verwegene Mischung aus Fantasyelementen und kaputter Cyberpunkzukunft tut es vielen Leuten positiv an und auch ich habe da immer meinen Spaß dabei.

Gegenwartshorror

Obwohl die Spiele, die unter Steampunk stehen, auch dem Horrorgenre zugerechnet werden, stehen auch alternative Zeiten im Vordergrund. Aber es gibt auch in unserer Gegenwart Horror und das ist der Fokus dieser Spiele.

Werewolf: The Apocalypse

Das einzige System von dem ich mehr als ein Regalfach voll habe, war es mein Start ins Rollenspiel. Das Schwestersystem zu Vampire: The Masquerade ist Werewolf kampfbezogener und spiritueller. Es hat mir immer mehr gesagt, als Vampire.

Unknown Armies

Wohl eines der mindfuckigsten Rollenspiele da draußen. Unknown Armies hat die Prämisse, dass alle Verschwörungstheorien stimmen und mehr. Es gibt Magier, die aus den Widersprüchen und Konstrukten der modernen Welt ihre Macht ziehen, und irgendwo dazwischen sind die SpielerInnen in einem Strudel aus Wahnsinn. Unknown Armies Runden machen die SpielerInnen meist komplett kirre und das ist mein persönlicher Spaß.

Postapokalypse

Das letzte große Genre ist dasjenige, das sich mit der Frage beschäftigt, was eigentlich kommt, wenn das hier alles durch Katastrophen vorn Sack geht.

Degenesis

Degenesis ist auch eines dieser Spiele, bei denen ich die erste Edition habe. Das Ende kommt hier durch mehrere Meteorite die Europa den Garaus machen. Dadurch wird Afrika zur dominierenden Kultur, während Europa in der Steinzeit rumsitzt und irgendwie durchdreht. Es gibt eine neue komplett überarbeitete Edition, die unheimlich schön aussieht. Allein es ist jetzt kein System, das ich dringend kaufen muss.

Engel

Oh, Engel… dieses Spiel hat vieles umgekrempelt. Hauptsächlich was Spielsysteme angeht. Würfel komplett wegzulassen und alles über das Erzählen mit Impulsen zu machen, ist fantastisch. Die Welt ist dazu noch sehr verführerisch. Die katholische Kirche hat wieder anständig die Macht in Europa und die SpielerInnen sind ihre Engel. Ja, echte Engel, mit flammenden Schwertern, die gegen riesige Insekten kämpfen. Ein sehr spannendes Spiel.

Die Kategorie für Dinge die nicht in Kategorien passen.

Plüsch, Power und Plunder

Das Plüschtierrollenspiel… die Plüschtiere sind mitzubringen und die Hauptcharaktere. Klingt bekloppt? Ist es nicht, es ist auf der einen Seite sehr süß auf der anderen Seite erstaunlich ernst. Ein wunderbares Spiel.

Feng Shui

Das Actionfilm Rollenspiel stellt alle Regeln normalen Spielens auf den Kopf. Es gibt Regeln für alles, auch bodenlose Magazine und es geht nur darum möglichst effektvoll und spannend Kämpfe zu erzählen, während der Grund für diese Kämpfe eigentlich egal ist. Ein wunderbares Spiel, um mal richtig die Sau rauszulassen.

Deliria

Oh, mein Lieblingssystem… Deliria ist nicht mehr erhältlich und eine Besonderheit darin, dass es nicht so sehr um Konflikte der Charaktere mit der Welt geht, sondern um ihr Wachsen als Menschen. Das Ziel hier ist ein Märchen und damit eine Heldenreise mit den eigenen Charakteren zu erzählen. Dabei stehen der SpielleiterIn alle möglichen Wesen des Feenwelt zur Verfügung. Es gibt sogar Magie, die auf Technoparties basiert. Das Spiel mit dem ich dringend mal eine Kampagne spielen würde.

IDEE

Von Daniela Festi, einer guten Bekannten, designt ist IDEE ein kartenbasiertes Universalsystem, das die grundlegenden Ideen von Arcana erweitert und verfeinert. Meine Standardwaffe um schnell eine Runde zu erstellen oder klobige Würfelsysteme zu ersetzen.

  1. Für Roleplay-Game… also Rollenspielspiel. []
  2. Nichtspielercharaktere – Non-Playercharacters []

HCH026 Advi liest: Jabberwocky

Ich mache mal etwas neues, weil ich das neue Equipment und Kapitelmarken testen möchte und ihr habt davon, dass ich Jabberwocky lese, etwas dazu erkläre und euch auch eine kleine Aufgabe gebe.

Im folgenden seht ihr den Jabberwock in der Originalzeichnung von John Tenniel, Deutlich erkennbar: KEIN DRACHE!

Und hier ist Humpty Dumpty’s Explanation of Jabberwocky, für diejenigen, die sich wundern und diejenigen die mir gerne etwas malen wollen.

“You seem very clever at explaining words, Sir”, said Alice. “Would you kindly tell me the meaning of the poem ‘Jabberwocky’?”

“Let’s hear it”, said Humpty Dumpty. “I can explain all the poems that ever were invented–and a good many that haven’t been invented just yet.”

This sounded very hopeful, so Alice repeated the first verse:

‘Twas brillig, and the slithy toves
Did gyre and gimble in the wabe:
All mimsy were the borogoves,
And the mome raths outgrabe.
“That’s enough to begin with”, Humpty Dumpty interrupted: “there are plenty of hard words there. ‘Brillig’ means four o’clock in the afternoon–the time when you begin broiling things for dinner.”

“That’ll do very well”, said Alice: “and ‘slithy’?”

“Well, ‘slithy’ means ‘lithe and slimy’. ‘Lithe’ is the same as ‘active’. You see it’s like a portmanteau–there are two meanings packed up into one word.”

I see it now”, Alice remarked thoughfully: “and what are ‘toves’?”

“Well, ‘toves’ are something like badgers–they’re something like lizards–and they’re something like corkscrews.”

“They must be very curious creatures.”

“They are that”, said Humpty Dumpty: “also they make their nests under sun-dials–also they live on cheese.”

“And what’s to ‘gyre’ and to ‘gimble’?”

“To ‘gyre’ is to go round and round like a gyroscope. To ‘gimble’ is to make holes like a gimlet.”

“And ‘the wabe’ is the grass plot round a sun-dial, I suppose?” said Alice, surprised at her own ingenuity.

“Of course it is. It’s called ‘wabe’, you know, because it goes a long way before it, and a long way behind it–”

“And a long way beyond it on each side”, Alice added.

“Exactly so. Well then, ‘mimsy’ is ‘flimsy and miserable’ (there’s another portmanteau for you). And a ‘borogove’ is a thin shabby-looking bird with its feathers sticking out all round–something like a live mop.”

“And then ‘mome raths’?” said Alice. “If I’m not giving you too much trouble.”

“Well a ‘rath’ is a sort of green pig, but ‘mome’ I’m not certain about. I think it’s sort for ‘from home’–meaning that they’d lost their way, you know.”

“And what does ‘outgrabe’ mean?”

“Well, ‘outgribing’ is something between bellowing an whistling, with a kind of sneeze in the middle: however, you’ll hear it done, maybe–down in the wood yonder–and when you’ve once heard it, you’ll be quite content. Who’s been repeating all that hard stuff to you?”

“I read it in a book”, said Alice.

–Through The Looking Glass, Lewis Carroll

HCH025 Über Bundeswehr und Diskurs mit Jenny

Aus aktuellem Anlass rede ich mit Jenny vom Politik Betreuung Podcast über die Bundeswehr, ihre gesellschaftliche Rolle, den Umgang mit ihr von ziviler Sicht und was das alles über den Diskurs in unserem Lande sagt.

Wer den Anlass verpasst hat, findet hier einen Bericht.

Advi testet: Aspall Cider

Nach dem Old Mout begebe ich mich nun weiter zum großen Ciderhaus Großbritanniens Aspall Cyder. So alt, dass die Schreibung kaputt. Hier habe ich sechs Flaschen des Oevres und werde diese verkosten.Zur Verkostung stehen an:

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Premier Cru Cider ist der Edelstoff der Marke. Und das stimmt auch, hier perlt ein leicht trockener Cider leicht vor sich her und ist wirklich alles, was man unter edel verstehen kann. Der Premier Cru ist das, was ich mit Aspall auch aus Großbritannien verbinde: frischer Apfelcider, leicht trocken mit etwas Frucht. Bevorzugt gekühlt serviert ist das mein ultimativer Bierersatz und ich bin so froh, dass das Zeug nicht so einfach zu kriegen ist. Ein Fass davon im Keller wäre problematisch gut.

Die nächste Flasche ist der Draught Cider also das, was man eigentlich so vom Fass bekommt. Auch hier perlt es fein, allerdings ist der Abgang irgendwie etwas bitterer als beim Premiere Cru. Aber gut, der ist halt auch das Edelprodukt. Der Draught ist immer noch ein sehr leckeres Getränk für den Tag.

Hiernach kommt der Organic Cider dran. Dieser schmeckt irgendwie alkoholischer und bitterer. Gleichzeitig lässt er etwas die Frische der Vorgänger vermissen. Wer also eine bittere Version des Draught möchte, der ist mit dem Organic gut beraten, und wenn man dem Namen glauben kann ist der sogar Bio.

Waren die bisherigen Cider Varianten des Apfelklassikers, bekommt man mit Isabel’s Berry einen Beerencider mit Himbeeren und schwarzen Johannisbeeren. Damit, und mit der angemessenen Süße rennt er bei mir alle Türen ein. Dazu erinnert mich der Name an meine Lieblingsciderkumpanin, der dieses Getränk durchaus gewidmet sein könnte, entspricht es doch auch ihrem Geschmack: leicht süßer Beerencider, der erfrischt, aber nicht klebt.

Der nächste Cider mit Beerenanteil ist Peronelle’s Blush benannt nach der Oma des Hauses. Dieser ist ein Apfelcider der mit Brombeeren verfeinert ist. Letzteres schmecke ich allerdings nicht wirklich raus. Das Getränk ist trocken, rot und lecker, aber irgendwie undefiniert. Die Säure ist okay, die Milde ist okay, es sagt irgendwie nicht viel. Da gefiel mir Isabell’s Berry weitaus mehr.

Das letzte Produkt ist der Imperial Vintage No 288 und der hat mich gerade total mit einem Alkoholgehalt von 8,2% überrascht hat. Der Cider schmeckt ziemlich alkoholisch und gefällt mir damit schon mal gar nicht. Die Farbe erinnert an tiefen Bernsteinn und der Geschmack ist mir zu bierig und ohne die Frische, die ich an einem Cider schätze. Es mag ein furchtbar distinguiertes Getränk für das mir jegliches Verständnis fehlt, und wenn ich den halben Liter weg habe, wahrscheinlich auch der Verstand.

Advi testet: Kingdom Death Monster 1.5

Ich habe letztes Jahr Kingdom Death Monster 1.5 mitgekickstartet und es im November irgendwann bekommen. Nun, im April habe ich endlich das Gefühl ein halbwegs belastbares Review schreiben zu können.

Grundlegendes über das Spiel

Kingdom Death Monster ist ein Horrorbrettspiel mit taktischen und strategischen Phasen. Es dreht sich um eine Gruppe von Überlebenden, die in einer dunklen Albtraumwelt voller Monster um ihr Leben kämpfen müssen. Dabei müssen sie diese Monster jagen, ihre Siedlung aufbauen und bevorzugt nicht zu schnell sterben.

Das Spiel besteht aus einer riesigen Kiste, über 40 Plastikminiaturen teilweise erstaunlicher Größe, einem riesigen Spielfeld plus zwei sekundäre Spielfelder und jede Menge Karten und Kärtchen. Es ist durchaus beeindruckend und ich habe bisher noch keinen Platz gefunden, wo ich es sinnvoll verstauen kann.

Spielphasen

Das Spiel beginnt immer mit der First Story, die neue SpielerInnen leicht geskriptet durch sämtliche Spielphasen führt. Diese sind eine Jagdphase, in der die Überlebenden das auserwählte Monster jagen und dabei Unbillen und Abenteuer erleben, eine Showdown-Phase, in der die Überlebenden mit dem Monster kämpfen und eine Siedlungsphase in der die Siedlung der Überlebenden weiterentwickelt wird.

Die Jagdphase und die Siedlungsphase finden auf einem kleineren Spielbrett an, da sie hauptsächlich aus dem Ziehen und Legen von Karten sowie dem passenden Würfeln besteht. Die Showdown-Phase findet auf einem großen begitterten Spielplan statt, In jeder der Phasen werden Miniaturen benutzt um die Überlebenden und das Monster zu symbolisieren.

In der Jagdphase decken die Überlebenden abwechselnd Karten mit Ereignissen auf, die sie positiv und negativ auf der Jagd nach dem Monster beeinflussen.

Die Showdown-Phase ist ein rundenbasierter Kampf, bei dem die SpielerInnen die Aktionen des Monsters mitspielen. Dabei wird ein AI Deck benutzt, das für jedes Monster speziell zusammengestellt wird. Die Kämpfe werden mit einem einfachen System gelöst, das auf modifizierten W10 Würfen beruht. Dieses gilt für die Monster, wie die Überlebenden. Allerdings werden für Treffer an den Überlebenden besondere Trefferzonenwürfel gewürfelt, während die Monster detaillierte Trefferzonenkarten besitzen. Auf diesen interagieren sie dann mit den Angreifern und manchmal auch dem schön gestalteten Terrain.

Die Überlebenden, die neben ihrer Miniatur durch einen Charakterbogen und das Ausrüstungsfeld dargestellt werden, haben dafür jede Menge Ausrüstung dabei und können sich gegen das Monster koordinieren. Dazu können die SpielerInnen gemeinsam die Monsteraktionen auch gegen das Monster wenden, was durchaus manchmal notwendig ist.

Ist das Monster besiegt kommt die Gruppe heim in die Siedlung, die durch als eine Art eigener Charakter durch einen großen Bogen dargestellt wird und in der Kultur entwickelt, aus den erbeuteten Ressourcen Ausrüstung und neue Innovationen hergestellt und dabei hoffentlich nicht gestorben wird. In dieser Phase können auch Monster die Behausung überfallen und ähnliche Katastrophen passieren. Das alles wird die ganze Zeit durch verschiedene Storyevents geleitet, die in einem wunderschön gestalteten Regelbuch zu finden sind.

Fazit

Kingdom Death Monster sieht anfangs wie ein rundenbasiertes Tabletop aus, erhält seine Besonderheit aber aus dem Universum, in dem es spielt, und dem Siedlungsbau, der bei jeder Entscheidung mitschwingt. Das Spiel ist für langfristiges Spielen ausgelegt und meine monatliche Spielrunde schafft derzeit einen Durchgang in drei Stunden. Das Spielsystem ist dabei so schlank und gradlinig, dass die Komplexität der Entscheidungen nicht durch komplexe Mechaniken behindert wird. Für erfahrenere Spielegruppen ist es definitiv empfohlen und bietet durch die Komplexität und mehrere Erweiterungen einen hohen Wiederspielwert. 

Advi testet: Old Mout Cider

Ich habe mich für das Frühjahr und den Sommer mit Cider eingedeckt und neben der Normalversorgung1 Probierpakete für verschieden Cider bestellt und weil das ja hier so Internet ist, bekommt ihr ein Review.2 

Ich fange mit Old Mout /mu:t/ Cider aus Neuseeland an. Seit 1947 wird da Cider hergestellt und mein Probierpaket beinhaltet alle Sorten einmal:

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Wir fangen mit dem Passionfruit and Apple an. Natürlich eine relativ süße Kombination, die aber durch die Passionsfrucht etwas gemildert wird. Der Cider hat insgesamt einen sommerlichen, aber nicht frischen Geschmack. Gekühlt garantiert sehr gut für einen Sommerabend geeignet. Obwohl er süß ist, klebt er nicht wie zum Beispiel Bulmer’s Wild Berry, der ja selbst der Königin des Süßciders zu süß war.

Als nächstes ist Kiwi and Lime dran. Eine frischere, grünere Kombination, die kalt wohl noch etwas besser schmeckt. Bei weitem nicht so süß, mit der Säure von Kiwi und Limette gefällt er mir sehr gut. Den würde ich wahrscheinlich regelmäßig trinken. Ich stehe ja eher auf trockene Cider.

Dann ist Strawberry and Pomegranate dran. Ich persönlich mag Erdbeere nicht, aber die Kombination ist noch erträglich. Der Granatapfel ist auch als Saft immer eher so undefiniert, was er auch hier ist. Dadurch wird das ganze aber nicht unerträglich erdbeerig und süß. Dafür, dass ich den Geschmack nicht mag, ist es ziemlich lecker, wenn ihr Erdbeere mögt, dann ist dieser Cider was für euch.

Die letzte Flasche ist Summerberries mit der etwas fragwürdigen Tagline „A fruity little number.“ Die Sommerbeeren sind tatsächlich nicht wirklich nachvollziehbar und werden auch nicht angegeben. Ich glaube Himbeere schmeckt etwas vor, aber das kann ich mir einreden. Gefühlt ist dieser Cider am süßsten, was mir natürlich gar nicht gefällt. Dafür genieße ich ihn gekühlt, es geht also. Wer Sommer mit Süße verbindet ist hier richtig, aber auch gewarnt: die 4% Alkohol schmeckt man wie immer nicht und die machen einen schön knülle.

Alles in allem sind die Kombinationen erstaunlich vielfältig und nicht einfach nur süß. Ich bin Fan der Kiwi-Limette Variante geworden.

  1. 12l Strongbow… []
  2. Nicht als Podcast. Ich bin nicht Holgi und allein in ein Mikrofon trinken ist kurz vor therapiebedürftig. []

WMDEDGT – April 2018

Ich habs fast vergessen, aber Zeit, also hier der Rundown des Tages. Ich habe Ferien, da ist das alles so putzig unstrukturiert.

Es fing mit Kieser Training an. Ich arbeitete mich schon gegen 8 Uhr durch mein Programm, um dann am Schreibtisch zu landen und mich offiziellem Kram und Korrekturen. Für letztere war ich nicht wirklich motiviert, was sich durch die eher durchwachsene Leistung der Schülerschaft nicht besserte. Ich habe also schnell aufgegeben.

Nach dem Tütenmittagessen ging ich mit dem Hund durchn Wald und genoss den frühlingshaften Sonne-Nieselregen Cocktail, der mir da geboten wurde, während ich mich durch größere Mengen Pagan Folk hörte. Ich stellte dann fest, dass ich genug Zeit hatte, die Lektüre für die Vorklasse abzuholen. Es gehört zu den besonderen Weihen der Lehrkraft mit einem großen Karton voller Comics durch die Stadt zu laufen. Danach habe ich noch schnell eine Folge Lernfragen aufgenommen.

Dann spielte ich etwas verloren Baseball auf der Playse und sitze nun im Jugendtreff… all is well… Ferien halt. Ich fühle mich zwar ohne Struktur immer leicht verloren, aber es geht noch…